Gestern habe ich auf dem PC meines Vaters ebenfalls Linux Mint Cinnamon installiert – und ich muss sagen: Es lief erstaunlich reibungslos.
Die Installation war unkompliziert, die Einrichtung schnell erledigt und Mint läuft auf dem Rechner wirklich flott. Ehrlich gesagt, war ich positiv überrascht.
Falls du meinen ersten Blogbeitrag zur Installation noch nicht gelesen hast: Darin zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich Linux Mint installiert habe – von der Vorbereitung bis zur fertigen Einrichtung:
👉 Linux Mint Schritt für Schritt – so wie ich es gemacht habe
Linux Mint auf einem AMD-PC installieren – meine Erfahrungen
Bereits beim ersten Start wurde deutlich, dass das System hervorragend mit der Hardware harmoniert.
Der PC meines Vaters besitzt ebenfalls einen AMD-Prozessor. Was ich allerdings nicht wusste: Auch die Grafikkarte ist von AMD. Ich war fest davon ausgegangen, dass, wie in meinem eigenen PC, eine NVIDIA-Karte verbaut ist.
Tatsächlich arbeitet im Rechner eine:
AMD Renoir [Radeon RX Vega 6]
Und das ist unter Linux ein echter Glücksfall.
Reibungslose Installation von Linux Mint Cinnamon
Es gab keine Treiberprobleme, keine Fehlermeldungen und keine notwendigen Nachinstallationen – außer für ein paar fehlende Programme. Einfach installieren und loslegen. Genau so sollte es sein!
Warum AMD-Grafikkarten unter Linux Mint ideal sind
AMD-Grafikkarten gelten unter Linux als besonders unkompliziert. Der Grund dafür ist, dass die Treiber Open Source sind und direkt im Linux-Kernel integriert sind.
Das bedeutet:
- Keine proprietären Zusatztreiber
- Keine manuelle Installation
- Keine Konflikte nach Kernel-Updates
Gerade im Vergleich zu NVIDIA ist das oft die stressfreiere Lösung.
Kurz gesagt: installieren, starten, läuft.
Linux Mint Bildschirm geht nicht in den Standby-Modus
Grundsätzlich funktioniert alles sehr gut, aber es gibt leider doch ein Problem. Ich habe eingestellt, dass sich der Bildschirm nach zehn Minuten Inaktivität automatisch ausschalten soll. Das ist für uns sinnvoll, da es energiesparend ist und den Monitor schont. Doch der Bildschirm bleibt einfach an.
Energieeinstellungen korrekt – trotzdem kein Standby
Ich habe:
- Die Energieeinstellungen mehrfach überprüft
- Den Bildschirmschoner sofort auf „Nie“ gesetzt
- Alle relevanten Optionen kontrolliert
Alles scheint korrekt eingestellt zu sein.
DPMS-Test mit dem Terminal
Wenn ich folgenden Befehl im Terminal ausführe:
xset dpms force off Dann geht der Bildschirm sofort aus. Nach etwa zehn Sekunden springt er jedoch wieder an. Das lässt für mich nur einen Schluss zu: Irgendein Prozess verhindert den Standby-Modus oder „weckt“ das Display unmittelbar wieder auf.
Mögliche Ursachen für das DPMS-Problem unter Cinnamon
Aktuell vermute ich:
- Ein Hintergrundprozess hält das Display aktiv
- Ein USB-Gerät sendet regelmäßig ein Signal – vielleicht die alte Infrarot-Maus meines Vaters
- Ein Dienst blockiert DPMS
- Eine Besonderheit von Cinnamon oder Xorg
Noch bin ich auf Spurensuche.
Wer verhindert den Standby? – Vielleicht weiß die Community Rat
Falls du eine Idee hast:
- Welcher Prozess könnte den Bildschirm aktiv halten?
- Wie kann man herausfinden, welcher Dienst DPMS blockiert?
- Gibt es bekannte Besonderheiten unter Cinnamon?
Schreib es gern in die Kommentare! Linux lebt vom Austausch, und vielleicht lernen wir hier gemeinsam noch etwas dazu. 🙂
Fazit: Linux Mint überzeugt – mit einer kleinen Ausnahme
Die Installation von Linux Mint auf dem PC meines Vaters war ein voller Erfolg, insbesondere dank der AMD-Grafikkarte, die unter Linux sehr gut läuft.
Das kleine Standby-Rätsel bleibt allerdings noch offen. Genau solche kleinen Herausforderungen sind es, die Linux so spannend machen. Wir bleiben dran. 🙂
Lorenzo
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So wird das Leben wenigstens nicht langweilig, oder? Ich drücke die Daumen, dass ihr den Hintergrundprozess noch identifiziert!
Liebe Grüße
Angela
Liebe Angela,
da hast du absolut recht. 😄 Ein bisschen Tüftelei gehört bei Linux einfach dazu und macht es gerade deshalb so spannend.
Vielen lieben Dank fürs Daumendrücken! Vielleicht kommen wir dem mysteriösen Hintergrundprozess ja noch auf die Spur. Und wenn nicht, gibt es eben einen weiteren Blogbeitrag dazu. 😉
Liebe Grüße
Lorenzo
Hallo Lorenzo,
witzig, ich habe gerade das gleiche Problem. Mein Trost: Es liegt nicht am Rechner. Mit einem anderen Monitor funktionierte es einwandfrei. Jetzt habe ich einen BenQ-Monitor angeschlossen und sobald er den Monitor abschaltet (wegen Nicht-Nutzung) werden beide Monitore (Laptop und BenQ) schwarz, dann nach ca. 10 Sekunden bekommt er einen Impuls von HDMI? Zumindest beginnt es immer mit einer Anzeige des Monitors „HDMI“.
Ich habe jetzt schon an allen Einstellungen des Monitors rumgespielt – bislang ohne Erfolg. Bin allerdings auch reiner Anwender. Wenn Du eine Lösung findest, lasse es mich gerne wissen.
Hallo Oliver,
das ist spannend – dann bin ich mit dem Problem zumindest nicht allein. 🙂
Vielen Dank auch für deinen Hinweis mit dem Monitor. Es klingt tatsächlich so, als würde irgendein Signal über HDMI den Bildschirm wieder „aufwecken”. Bei uns ist es allerdings nur ein einzelner Monitor, deshalb scheint die Ursache noch etwas anders zu sein.
Auf Empfehlung aus dem Linux-Guides-Forum habe ich inzwischen schon ein paar Dinge ausprobiert. Ich habe die Maus ausgetauscht und außerdem das DVI-Kabel durch ein HDMI-Kabel ersetzt. Leider hat beides keine Veränderung gebracht.
Inzwischen habe ich aber noch eine andere mögliche Spur gefunden. Es könnte sich um einen Bug in Cinnamon handeln. Dazu gibt es sogar schon einen Eintrag auf GitHub: https://github.com/linuxmint/cinnamon/issues/13482.
Wir verwenden zwar kein LMDE, aber ebenfalls Cinnamon als Desktop-Umgebung, weshalb es gut möglich ist, dass das Problem damit zusammenhängt.
Falls ich eine Lösung finde, schreibe ich auf jeden Fall ein Update im Blog. Wenn du vorher eine Idee oder Lösung findest, lass es mich auch gerne wissen. 🙂
Viele Grüße
Lorenzo