Soda Stereo – Eine späte Entdeckung, die bleibt

Manchmal entdeckt man Musik viel zu spät. Und trotzdem fühlt sie sich sofort richtig an.

So ging es mir mit Soda Stereo. Auf die Band bin ich eher zufällig gestoßen – über das Cover von „De Música Ligera“, das Coldplay auf ihrem Livealbum „Live in Buenos Aires“ aus dem Jahr 2018 veröffentlicht haben. Da war mir schnell klar: Dieser Song kann nicht ursprünglich von Coldplay sein. Nach ein wenig Recherche war klar: Der Song stammt von Soda Stereo.

Eine dieser Entdeckungen, bei denen man sich fragt: Warum erst jetzt?

Symbolbild: E-Gitarre
Symbolbild: E-Gitarre

Der Einstieg: „De Música Ligera“

„De Música Ligera“ ist einer dieser Songs, die sofort zünden. Er ist direkt, eingängig und gleichzeitig voller Energie. Ein Lied, das im Ohr bleibt und völlig zurecht zu den bekanntesten Rocksongs Lateinamerikas zählt.

Von da an war der Weg eigentlich vorgezeichnet. Ich habe mich tiefer in die Musik von Soda Stereo hineingehört und schnell gemerkt, dass diese Band weit mehr als nur ein einzelner Hit ist.

Spanischer Rock, der verbindet

Was mich an Soda Stereo sofort fasziniert hat, ist diese Mischung aus Klarheit, Energie und Gefühl. Ehrlicher, purer Rock auf Spanisch, ganz ähnlich wie bei Héroes del Silencio.

Auch wenn beide Bands ihren eigenen Stil haben, gibt es doch Parallelen: diese Intensität, diese Atmosphäre, die die Musik nicht nur hör-, sondern auch spürbar macht.

Vielleicht ist es genau das, was mich generell so an spanischsprachigem Rock begeistert.

Eine Band, die ich gerne live erlebt hätte

Leider haben sich Soda Stereo bereits 1997 aufgelöst – viel zu früh. Zwar gab es 2007 noch eine Reunion-Tour, aber da war ich noch kein Fan.

Wenn ich mir heute Liveaufnahmen anschaue oder anhöre, wird mir klar: Das muss ein unglaubliches Erlebnis gewesen sein. Genauso wie bei Héroes del Silencio: Zwei Bands, die live offenbar eine ganz eigene Magie entfaltet haben.

Solche Momente verpasst zu haben, ist ein bisschen schade. Aber zumindest bleibt die Musik.

Gustavo Cerati – ein außergewöhnlicher Musiker

Die Geschichte von Gustavo Cerati ist besonders tragisch. Der Sänger und Gitarrist war mit der Band Soda Stereo sowie als Solokünstler und Produzent erfolgreich.

Im Mai 2010 erlitt er nach einem Konzert einen Schlaganfall und fiel ins Koma. Vier Jahre später, im Jahr 2014, ist er schließlich verstorben.

Ein Schicksal, das nachdenklich stimmt. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viel musikalisches Talent und Einfluss in ihm steckten. Er hat nicht nur seine eigene Musik geprägt, sondern auch mit anderen Künstlern zusammengearbeitet.

So war er beispielsweise am Album „Fijación oral vol. 1” von Shakira beteiligt und stand 2007 gemeinsam mit ihr beim Live-Earth-Konzert in Hamburg auf der Bühne.

Dass ich all das damals nicht bewusst mitbekommen habe, bedaure ich heute ein wenig.

Die Musik lebt weiter

Die beiden anderen Bandmitglieder halten das Andenken an Soda Stereo offenbar weiterhin lebendig – unter anderem durch Touren, bei denen Cerati auf einer Videowand zu sehen ist.

Das ist zwar nicht dasselbe, aber vielleicht die beste Möglichkeit, um diese Musik weiterhin auf die Bühne zu bringen.

Fazit

Soda Stereo ist eine dieser Bands, die ich zwar spät entdeckt habe, aber die mir bis heute geblieben ist.

Ihre Musik hat eine besondere Qualität, die sich nicht erklären lässt – man spürt sie einfach.

Vielleicht ist das am Ende das Entscheidende: Dass gute Musik keinen Zeitpunkt kennt. Sie findet einen, wann immer man bereit dafür ist.

Hier ist noch das Video zu „De Música Ligera“:

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Grüße, Lorenzo

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