Ich bin ja Mitglied und Moderator im Bloggerforum „Bloghexen”. Wir haben uns letztes Jahr überlegt, einmal im Monat eine gemeinsame Aktion im Forum zu starten. Das heißt, wir suchen uns ein bestimmtes Thema und bloggen dann alle darüber. Mit dieser Aktion wollen wir erreichen, dass die Blogger-Community wieder größer und lebendiger wird. 😃 Sie heißt „Bloggerschnack”. Jeder kann mitmachen, auch Nichtmitglieder des Forums. Im Februar dreht sich alles um das Thema „Februar 2026: Blog vs. Social Media: Welche Inhalte teilst du wo und warum?”.
In einer Zeit, in der man gefühlt überall präsent sein soll – ob Blog, Instagram, TikTok, Pinterest oder andere Plattformen – stellt sich zwangsläufig die Frage: Wo gehört welcher Inhalt eigentlich hin? Und braucht man wirklich alles?
Zwei Jahre doppelt gepostet – und irgendwann genervt
Mein Blog hatte fünf Jahre lang eigene Seiten auf Facebook und Instagram. Für viele Blogger:innen ist das ja eine gute Möglichkeit, Reichweite aufzubauen und den eigenen Blog bekannter zu machen.
Am Anfang war ich auch motiviert. Beiträge schreiben, zusätzlich Teaser formulieren, Bilder anpassen, alles nochmal separat posten. Irgendwann hat mich dieses doppelte Posten allerdings nur noch genervt.
Es fühlte sich nicht mehr nach Ergänzung an, sondern nach zusätzlicher Pflicht. Und genau das wollte ich eigentlich nie.
Werbung geschaltet – und nicht überzeugt gewesen
Ich habe sogar eine Zeit lang Werbung auf Facebook geschaltet. Die Klickzahlen sind zwar kurzfristig angestiegen, aber der Effekt war nicht nachhaltig. Es gab ein paar zusätzliche Aufrufe, aber keine echte, dauerhafte Bindung.
Und ganz ehrlich: Ich wollte Meta irgendwann auch kein Geld mehr in den Rachen schieben. Der Mehrwert stand für mich außerdem einfach nicht mehr im Verhältnis zum Aufwand – weder finanziell noch zeitlich. Also habe ich die Blog-Seiten auf Facebook und Instagram gelöscht.
Mein heutiger Umgang mit sozialen Medien
Heute ist es deutlich einfacher: Ich teile meine Blogbeiträge einfach auf meinen privaten Facebook- und Instagram-Accounts. Das reicht mir völlig aus. Zusätzlich poste ich die Links noch in fünf Facebook-Gruppen für Blogs.
Die Resonanz dort ist allerdings überschaubar. Ein paar Klicks kommen zwar zusammen, aber das ist nichts, worauf ich meine Strategie aufbauen würde. Das zeigt mir einmal mehr, dass man sich nicht zu sehr auf soziale Medien verlassen sollte.
Ich stehe ihnen ohnehin kritisch gegenüber. Deshalb bin ich auch nicht auf TikTok aktiv. Und wenn ich auf Facebook und Instagram keine wichtigen politischen Kontakte hätte und keine Seiten ehrenamtlich betreuen würde, hätte ich meine privaten Accounts vermutlich längst gelöscht.
Alternative Netzwerke? Eher nicht.
Mittlerweile gibt es ja einige alternative Plattformen, die nicht wie Facebook, Instagram oder TikTok funktionieren. Trotzdem bin ich dort nicht aktiv. Nicht aus Ablehnung, sondern weil sie mir teilweise zu kompliziert erscheinen oder ich schlicht keine Energie habe, mich noch intensiver einzuarbeiten. Irgendwann muss man Prioritäten setzen.
Meine Content-Strategie: Der Blog steht im Mittelpunkt
Meine Content-Strategie ist eigentlich ganz simpel: Der Blog ist mein Zuhause. Dort erscheinen meine vollständigen Inhalte. Dort gehören sie hin. Soziale Medien sind für mich allenfalls ein Hinweisschild, aber kein Ersatz.
Ich bereite meine Inhalte nicht speziell für Instagram oder Facebook auf. Ich zerschneide keine Artikel in Häppchen, erstelle keine Karussells oder Reels. Wenn jemand meinen Text lesen möchte, dann bitte auf meinem Blog. Vielleicht ist das nicht maximal strategisch. Aber es fühlt sich für mich richtig an.
Mein Fazit zum Bloggerschnack im Februar
Blog und soziale Medien können sich ergänzen, müssen es aber nicht zwangsläufig in gleichem Maße tun. Für mich ist klar: Mein Blog steht im Zentrum. Alles andere ist optional. Ich blogge nicht für Algorithmen. Ich blogge für Menschen, die bewusst lesen wollen, und für mich selbst. Und dafür brauche ich kein ausgefeiltes Plattform-Jonglieren.
Ich bin gespannt, wie andere Blogger:innen das handhaben. Nutzen sie Social Media strategischer? Oder setzen sie – so wie ich – hauptsächlich auf ihr eigenes digitales Zuhause?
Genau dieser Austausch macht den Bloggerschnack für mich so spannend. 🙂
Ich bin gespannt, wie andere Blogger:innen das handhaben. Nutzen sie Social Media strategischer? Oder setzen sie – so wie ich – hauptsächlich auf ihr eigenes digitales Zuhause?
Genau dieser Austausch macht den Bloggerschnack für mich so spannend. 🙂
Blogbeiträge anderer Blogger:innen
Hier findest du Links zu Blogbeiträgen von anderen Blogger:innen, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen:
- „Blog vs. Social Media: Welche Inhalte teile ich wo und warum? #bloggerschnack im Februar“ von Saphirija (Anja)
- „Bloggerschnack: Blog vs. Social Media“ von Verena
- „Bloggerschnack im Februar 2026: Blog vs. Social Media“ von Martin
- „Bloggen und Social Media – Bloggerschnack Februar 26“ von Angela
- „Blog oder Social Media: Worüber Blogger diskutieren“ von Henning
- „Blog oder Social Media? Warum Instagram nicht reicht“ von Anne
- „Blog vs. Social Media: Welche Inhalte teilst du wo und warum?“ von Sayuchan (Sabrina)
- „Bloggerschnack im Februar“ von Sabine
- „Bloggerschnack im Februar 2026: Blog vs. Social Media“ von Sari
- „Blog vs. Social Media“ von Herrn Tommi
- „Bloggerschnack Februar 2026: Blog vs. Social Media: Welche Inhalte teilst du wo und warum?“ von Amberlight
Grüße, Lorenzo
PS: Dieser Blogbeitrag enthält unbezahlte Werbung.
PSS: Du darfst diesen Blogbeitrag hier mit den nachfolgenden Buttons gerne teilen:


Hallo Lorenzo,
hast du dir mal das ActivityPub Plugin für WordPress angeschaut? Damit würde dein Blog ins Fediverse erweitert, so dass Leser dir auch dort folgen und deine Beiträge kommentieren könnten ohne, dass du dort persönlich aktiv sein müsstest. Die Reaktionen kämen direkt als Kommentare bei dir an, so dass kein zusätzlicher Aufwand entsteht. Aber vielleicht bekommst du dadurch etwas Resonanz.
Vielleicht ist das etwas für dich.
LG
Martha
Liebe Martha,
vielen Dank für den Hinweis! 😊 Mit dem ActivityPub-Plugin habe ich mich bisher tatsächlich noch nicht näher beschäftigt. Ich habe zwar schon davon gehört, mich aber ehrlich gesagt noch nicht intensiver damit auseinandergesetzt.
Dein Hinweis klingt aber spannend, vor allem, wenn dadurch kein zusätzlicher Pflegeaufwand entsteht. Das schaue ich mir in einer ruhigen Minute auf jeden Fall einmal an.
Danke dir für den Impuls!
Liebe Grüße
Lorenzo
Moin Lorenzo,
vor kurzem habe ich meinen letzten Account bei Facebook gelöscht, den privaten. Und da hing auch eine lange Kontaktliste mit dran und eine Aktivismusgruppe. Das ist schon ein Einschnitt, wenn wir entscheiden, Meta komplett den Rücken zu kehren.
Bei mir ist auch der Blog Priorität Nummer eins. Der ist auch langlebiger, da verschwindet nichts nach unten hin im Feed. Und da wird auch nichts per Algorithmus ausgespielt oder runtergedrückt.
Bei der Menge an Blogartikeln, die du schreibst, ist es auch klar, dass du wenige Zeit und Energie übrig hast, dich in neue Soziale Netzwerke reinzufuchsen. Wer etwas von dir lesen will, weiß ja, wo sie dich finden. Und von Zeit zu Zeit teile ich auch gerne mal einen Artikel von dir im Fediverse 😉 Das könnten wir alle wohl auch noch mehr tun, uns alle gegenseitig auf den diversen Plattformen teilen.
Danke für die Erinnerung, dass ich diesen Bloggerschnack auch noch auf der Liste stehen habe 😀
Liebe Grüße
Angela
Liebe Angela,
Respekt für diesen Schritt. Einen privaten Facebook-Account komplett zu löschen, ist wirklich ein Einschnitt – gerade, wenn so viele Kontakte und Projekte daran hängen. Das entscheidet man nicht mal eben nebenbei.
Genau das ist auch mein Gefühl: Der Blog bleibt. Es gibt keinen Algorithmus, kein Verschwinden im Feed und keine künstliche Reichweitenbremse. Wer etwas lesen möchte, findet es – heute, morgen oder in drei Jahren. Das mag ich daran sehr.
Und danke dir fürs Teilen im Fediverse, das freut mich natürlich. 😉 Du hast recht, wir könnten uns gegenseitig ruhig noch öfter „anschubsen“ und Beiträge teilen. Blogliebe funktioniert eben nicht nur im eigenen Kommentarbereich.
Ich bin gespannt auf deinen Bloggerschnack-Beitrag. 😀
Liebe Grüße
Lorenzo
Oh ja, das Werbung schalten hatte tatsächlich null Mehrwert und nur Kosten. Ich hab es ein Mal versucht für ein Gewinnspiel und es war lachhaft. Danach nie wieder in Anspruch genommen. Gut, dass ich damals dafür ein Guthaben hatte, sonst hätte ich mich die Krätze geärgert.
Ich teile zwar überall den Link zum Beitrag nochmal, aber ich bin da im Laufe der Jahre auch immer „fauler“ geworden, einfach weil man merkt, dass es alles auf einem sterbenden Ast lebt…
Nicht zuletzt, weil man immer schlechter gesehen wird. Das war alles mal lebhafter…
Dennoch möchte ich auf Insta nicht verzichten. Ich mag den Austausch und die Inspiration dort (noch)… alles andere ist mir zu viel und ich selbst bin nicht motiviert genug da professionell ran zu gehen… wie ihr alle sagt. Das Zentrum bildet der Blog.
Liebe Sari,
das mit der Werbung kann ich absolut nachvollziehen. Wenn man merkt, dass Aufwand und Kosten in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen, verliert man schnell die Lust daran. Gut, dass du wenigstens ein Guthaben hattest, sonst ärgert man sich doppelt.
Dieses Gefühl, dass vieles nicht mehr so lebendig ist wie früher, kenne ich auch. Die Reichweite wird gefühlt eher kleiner als größer. Trotzdem finde ich es schön, wenn man – wie bei Instagram – noch echten Austausch erlebt. Letztlich geht es doch genau darum.
Ja, der Blog bleibt einfach das Zentrum. Alles andere darf ergänzen, aber nicht bestimmen.
Liebe Grüße
Lorenzo
Wenn man überall „mitrennen“ würde auf jeden sozialen Plattform, würde man nie fertig werden. Man muss nicht immer mit dem Strom schwimmen, nur weil es andere machen. Ich finde es gut, dass Du Deinen eigenen Weg gefunden hast und Dich nicht von den sozialen Medien abhängig machst. LG Edeline
Genau, Edeline, man muss nicht immer mit dem Strom schwimmen. Das mache ich eigentlich schon immer. Außerdem steckt hinter den sozialen Medien eine Firma, die nur an eines denkt: Profit – und das um jeden Preis.
Danke für deinen Kommentar! 🙏