Warum digitale Souveränität heute wichtiger ist denn je
Technologie bestimmt unseren Alltag – bewusst und unbewusst. Je stärker wir auf digitale Dienste angewiesen sind, desto wichtiger wird die Frage: „Wer kontrolliert unsere Daten?”
Digitale Souveränität bedeutet, selbst zu entscheiden, wie wir Technik nutzen und wem wir unsere Informationen anvertrauen. Dabei geht es nicht nur um Datenschutz, sondern auch um Freiheit, Selbstbestimmung und Teilhabe.
Genau aus diesem Grund habe ich angefangen, meine digitale Infrastruktur kritisch zu hinterfragen, und bereite aktuell meinen Umstieg auf Nextcloud vor.
Warum ich mich für Nextcloud entscheiden werde
IIch möchte mich nicht länger von großen Tech-Konzernen abhängig machen, die meine Daten monetarisieren. Stattdessen möchte ich bewusst selbst bestimmen, wo meine Dateien liegen, wer darauf zugreifen darf und wie ich digitale Werkzeuge verwende.
Nextcloud bietet dafür die ideale Grundlage:
- Volle Kontrolle über meine Daten
- Unabhängigkeit von zentralisierten Cloud-Anbietern
- Offene, transparente und datenschutzfreundliche Technologie
- Die Software ist erweiterbar mit Kalender, Notizen, Aufgabenverwaltung und vielem mehr
Der geplante Umstieg ist für mich deshalb mehr als nur ein technischer Schritt – er ist ein bewusster Schritt hin zu echter digitaler Selbstbestimmung.
Technikfreiheit ist auch gesellschaftliche Verantwortung
Digitale Unabhängigkeit betrifft nicht nur Technik-Nerds. Sie spielt eine wichtige Rolle für:
- Menschen, die auf barrierefreie digitale Werkzeuge angewiesen sind
- Gruppen, deren Rechte und Privatsphäre oft übersehen werden
- Alle, die im Internet sicher, sichtbar und souverän bleiben wollen
Technische Entscheidungen beeinflussen unser Leben und sind Teil gesellschaftlicher Teilhabe. Privatsphäre, Inklusion und Freiheit sind untrennbar miteinander verbunden.
Was der bevorstehende Wechsel für mich bedeutet
Auch wenn der Umstieg erst in den nächsten Tagen und Wochen stattfinden wird, stelle ich schon seit Längerem fest, dass sich meine Perspektive verändert:
- Ich überdenke bewusst, welche Daten ich wo speichere
- Ich gewinne Klarheit darüber, wie abhängig ich bisher von großen Plattformen war
- Ich bereite mich darauf vor, meine digitale Umgebung selbst zu gestalten
- Ich lerne wieder mehr über die Werkzeuge, die ich täglich nutze
Die Vorbereitung zeigt mir erst recht, wie wichtig es ist, digitale Freiheit nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
5 einfache Schritte, um selbst digitale Souveränität aufzubauen
1. Nutze datenschutzfreundliche E-Mail-Anbieter
Sichere Alternativen zu den großen Konzernen bieten Proton Mail, Posteo oder Mailbox.org. Eine ebenfalls sehr gute Option ist eine eigene E-Mail-Adresse mit eigener Domain, gehostet bei einem seriösen Provider in Deutschland oder der EU wie ich. Dadurch behältst du die maximale Kontrolle über deinen E-Mail-Verkehr und profitierst zusätzlich vom europäischen Datenschutzrecht (zum Beispiel der Datenschutz-Grundverordnung) .
2. Ersetze zentrale Cloud-Dienste durch eine eigene Nextcloud
Ob selbst gehostet oder bei einem vertrauenswürdigen Anbieter: Nextcloud gibt dir die volle Kontrolle. Mein eigener Umstieg erfolgt ja in den kommenden Tagen.
3. Setze auf Open-Source-Software
Gute Einstiegsoptionen sind Firefox, Signal, Thunderbird, Joplin oder Bitwarden.
4. Halte lokale Backups
Eine externe Festplatte bietet dir Sicherheit, unabhängig von Online-Diensten.
5. Hinterfrage App-Berechtigungen
Viele Anwendungen verlangen mehr Informationen, als eigentlich nötig wären.
Fazit: Digitale Freiheit beginnt bei bewussten Entscheidungen
Digitale Souveränität ist kein technischer Luxus, sondern ein Grundpfeiler moderner Freiheit. Mit dem geplanten Umstieg auf Nextcloud möchte ich mehr Kontrolle und Unabhängigkeit erlangen. Vielleicht inspiriert dich das ja auch, deine digitale Welt bewusster zu gestalten.
Grüße, Lorenzo
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