Immer noch ein Tabuthema

Über das Thema habe ich genau vor einem Jahr und im letzten April schon mal geschrieben, aber ich finde es nach wie vor Wiederholungswert. Dieses Thema liegt mir weiterhin sehr am Herzen:

Also, Liebe und Sexualität ist leider immer noch ein Tabuthema für Behinderte und das ärgert mich! 🙁 Obwohl viele so aufgeschlossen tun, spricht man uns aber noch zu oft das Bedürfnis nach Liebe und Sexualität ab. Wir sind eh zu „dumm“ dafür. Nein, das sind wir nicht! Wir haben auch Sehnsucht nach Liebe und Sexualität wie jeder Mensch. Vielleicht können wir es nicht so mitteilen oder uns darum nicht allein kümmern wie wir unsere Sexualität oder Liebe ausleben können. Da brauchen wir manchmal Hilfe. Na und? Was ist daran so schlimm? Wo ist hier die Gleichberechtigung?

Und beziehungsmäßig frage ich mich, warum ich oft nur der Kumpeltyp bin oder was an mir und meiner Behinderung in einer Beziehung so unvorstellbar ist. Natürlich brauche ich bei ein paar Dingen Hilfe, aber eben nicht nur. Und ich kann manchmal auch helfen. Ich bin ja nicht nur behindert, sondern auch ein Mann, der relativ stark und geistig völlig fit ist. Manche raten mir, such dir doch eine Frau, die auch behindert ist. Vielleicht versteht sie dich dann besser. Naja, wenn alles so leicht wäre. Es kommt doch auf den Menschen an und nicht, ob die Partnerin auch eine Einschränkung hat. Wenn es passt, ist es schön, aber eine Behinderung darf doch kein Auswahlkriterium sein, nur weil man dann hofft, dass man sich in einer Partnerschaft besser versteht oder man mit der Einschränkung besser umgehen kann. Die Person sollte im Vordergrund stehen und nicht die Behinderung. Das finde ich auf jeden Fall!

Wie siehst du das Thema? Hast du Fragen an mich? Schreibe mir dann einen Kommentar hier unten.

Lorenzo

2 Kommentare

  1. Ganz großes Kompliment für deinen Einsatz und dafür, dass du nie aufgibst!
    Wenn du jemanden magst, dann versuche nie aufzuhören, es demjenigen zu zeigen und alles zu geben! Und wenn dir richtige Person dabei ist, wird sie es dich merken lassen – und das ganz unabhängig davon, ob Behinderung oder nicht

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