In Dortmund kann man verlieren. Das steht für mich außer Frage. Vor allem, wenn man so passiv spielt, wie es mein HSV in der ersten Halbzeit getan hat.
Aber genau deshalb hat mir die zweite Halbzeit so gut gefallen. Denn als mein HSV aktiver wurde, bekam auch Borussia Dortmund deutlich mehr Probleme.
Zu passiv statt überfordert
Aus HSV-Sicht war die erste Halbzeit natürlich nicht besonders gut. Aber eines möchte ich anmerken: Mein HSV war nicht überfordert, liebes ZDF. Er war einfach zu passiv. Das ist für mich ein wichtiger Unterschied.
Wenn man dem BVB zu viel Raum lässt und selbst kaum nach vorne kommt, wird es in Dortmund natürlich schwierig. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass man mit dem Gegner nicht mithalten kann. Und genau das hat die zweite Halbzeit gezeigt.
Die zweite Halbzeit macht Mut
Nach der Pause trat mein HSV deutlich aktiver auf. Plötzlich wurde Fußball gespielt, Druck aufgebaut und Dortmund vor Probleme gestellt. Da habe ich gesehen, was möglich ist. Auch der BVB ist nicht unbesiegbar.
Wenn mein HSV mutiger und aktiver spielt, kann er auch gegen solche Mannschaften mithalten. Deshalb macht mir die zweite Halbzeit trotz der Niederlage Mut. Und genau darauf sollte die Mannschaft jetzt aufbauen.
Souveräner BVB? Ernsthaft?
Eine kleine Anmerkung habe ich auch noch zur Berichterstattung der anderen Medien. Der BVB war souverän? Ernsthaft?
Wenn überhaupt, dann allenfalls in der ersten Halbzeit. Danach sah es aus meiner Sicht doch deutlich anders aus. Gerade in der zweiten Halbzeit hatte der HSV seine Möglichkeiten und Dortmund war längst nicht mehr so souverän, wie teilweise dargestellt.
Natürlich darf man sich über einen Sieg freuen beziehungsweise den BVB loben. Aber man muss deshalb nicht gleich die Geschichte erzählen, dass alles problemlos und souverän gewesen sei.
Jetzt kommt Mainz
Am nächsten Sonntag um 15:30 Uhr geht es mit dem Heimspiel gegen Mainz weiter. Das wird wieder eine andere Aufgabe. Die zweite Halbzeit in Dortmund hat jedoch gezeigt, worauf es ankommt: aktiv sein, mutig auftreten und den Gegner beschäftigen. Wenn mein HSV das über 90 Minuten schafft, bin ich durchaus optimistisch.
Kurz noch zum Pokalspiel in Verl
Und bevor jemand fragt, warum ich nichts über das Pokalspiel meines HSV in Verl am Montag geschrieben habe: Ich habe es nicht vergessen. Ich hatte schlicht keine Zeit. Deshalb hier nur kurz meine Gedanken dazu:
Dass mein HSV anfangs Probleme hatte, ist für mich keine große Überraschung. Für Verl war es schließlich das Spiel des Jahres. Für einen höherklassigen Verein ist so eine Partie dagegen eine klassische Situation, in der man eigentlich nur verlieren kann.
Auf solche Spiele wartet der unterklassige Verein doch geradezu. Am Ende stand ein 0:3 für meinen HSV. Damit sollte man es aber auch bewenden lassen. Nicht jedes Spiel muss spektakulär sein. Im Pokal zählt am Ende nur, eine Runde weiterzukommen.
Jetzt zählt Mainz
Das Pokalspiel und Dortmund sind abgehakt. Was bleibt, ist die Erkenntnis aus der zweiten Halbzeit: Der HSV kann auch gegen starke Gegner Fußball spielen. Jetzt muss er das nur noch von Anfang an zeigen. Am besten schon am nächsten Sonntag gegen Mainz.
Grüße, Lorenzo
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