Stern-Artikel

In einer der letzten Ausgaben des Stern habe ich einen interessanten Gesundheitsartikel gelesen, den ich jedem nur empfehlen kann. Er hat nichts mit Corona zu tun, aber mit Colatrinken und Ausschlag am Penis, und wie es zusammenhängen kann.

Der im Artikel beschriebene Patient hatte nämlich einen juckenden Ausschlag am Penis, also eine Eichelentzündung. Der Ausschlag war flechtenartig und hatte Bläschenbildung an der Eichel. Und die Penisvorhaut war ebenfalls betroffen. Sowas wird meistens durch einen Pilz ausgelöst, was auch durch einen Abstrich bestätigt wurde. Der Arzt hat dem Mann also eine Antipilzsalbe verschrieben, aber nach einer Weile kam der Pilz wieder. Dann hat der Arzt ihm Tabletten aufgeschrieben. Jedoch kurz nach der Absetzung war der Pilz wieder da. Danach hat man das Ehepaar gemeinsam behandelt. Aber der Pilz kam trotzdem wieder zurück.

Der Doktor schickte den Mann zur Hautärztin. Dort merkte der Patient an, dass er auch unter Durst und Mundtrockenheit sowie Abgeschlagenheit litt. Und das sind die klassischen Symptome für die Zuckerkrankheit (Diabetes). Bei einem Test zeigten sich wirklich erhöhte Blutzuckerwerte. Die Bauchspeicheldrüse gab wohl zu wenig Insulin ab, das den Blutzuckerspiegel eigentlich senkt.

Bei Diabetes gibt es zwei Typen. Der Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Bei dieser Krankheit werden die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse kaputt gemacht. Ein Leiden, das normalerweise schon im jungen Alter vorkommen kann. Deshalb vermutete der Arzt bei seinem Patienten Diabetes Typ 2, bei dem das Insulin nicht mehr wirkt und die Bauchspeicheldrüse davon zu wenig herstellt. Bei Menschen, die unter Übergewicht und Bewegungsmangel leiden oder zum Beispiel eine Großmutter haben, die schon zuckerkrank ist, steigt das Risiko für diese Krankheit. Der Patient hatte normales Gewicht, aber war erblich vorbelastet.

Danach fragte der Arzt den Mann mal intensiver, was er so isst und trinkt. Er antwortete, dass er schon jahrelang täglich 2 bis 3 Liter Cola mit Zucker trinkt. Was das bedeutet, ist klar. Eine riesige Menge an Zucker (Kohlenhydrate) und für die Bauchspeicheldrüse reiner Stress. Sie kann nicht mehr ausreichend Insulin herstellen, und der übriggebliebene Zucker wird über den Urin abgegeben.

In den Harnwegen sind die Zuckerreste für einige Bakterien und Pilze ein toller Nährboden. Deswegen kann ein Pilz immer wieder kommen. Also, der Arzt rät seinem Patienten, eine Diät zu machen und auf Zucker bzw. Weißmehl zu verzichten. Außerdem sollte er sich Insulin spritzen. Nach ein paar Wochen war alles wieder in Ordnung.

Es zeigt aber auch, dass Pilze nicht nur mit einem Hygienemangel zu tun haben, sondern auch damit, was wir essen und trinken. Ich habe bisher zwar täglich fast nur Cola Zero getrunken, was ja eigentlich auch nicht besser ist. Süßstoff soll bekanntlich auch schädlich sein. Das heißt, dass er unter anderem Krebs auslösen kann. Ich verzichte deshalb jetzt lieber auf die tägliche Cola.

Lorenzo

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