Vor zwei Jahren habe ich nach langer Zeit wieder damit begonnen, die Tour de France regelmäßig zu schauen. Und ich muss sagen: Es macht mir wieder richtig Spaß. Als in den 2000er Jahren die vielen Dopingfälle bekannt wurden, habe ich die Tour nicht mehr so intensiv verfolgt. Da hatte ich einfach keine Lust mehr.
Mittlerweile ist Doping zwar nicht verschwunden, aber ich habe das Gefühl, dass der Radsport heute sauberer ist. Natürlich kann man auch heute nichts komplett ausschließen. Wo es um Leistung geht, ist Doping leider nie weit entfernt. Manche wollen eben nachhelfen. Das ist nicht nur schlecht, sondern auch verboten, und früher oder später werden viele erwischt. Dieses „immer höher, immer weiter“-Denken gibt es leider im Spitzensport. Das entschuldigt Doping keineswegs, erklärt aber, warum manche dieses Risiko eingehen. Ich bin ganz klar für sauberen Sport und lehne Doping in jeder Form ab.
Andererseits ist die Tour de France ein echtes Großereignis im Sportkalender. Für mich ist sie das Radrennen schlechthin. Natürlich gibt es auch andere große Rundfahrten, zum Beispiel den Giro d’Italia oder die Vuelta a España. Aber die Tour de France ist noch einmal eine Nummer größer. Das ist mir in den vergangenen zwei Jahren aufgefallen, seit ich sie wieder regelmäßig verfolge und fast jede Etappe in der ARD schaue. Das Medieninteresse ist riesig, und auch die Menschen am Streckenrand sorgen jedes Jahr für eine beeindruckende Atmosphäre. Manchmal ist ihr Verhalten allerdings auch grenzwertig, aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls hat mich die Tour seit zwei Jahren wieder gepackt, genauso wie 1992, als ich mit 16 Jahren am Streckenrand stand. Das war zwar nur eine kurze Erfahrung, aber dennoch eindrucksvoll. Wir haben das Peloton mit dem Spanier Miguel Induráin gesehen. Er war damals der Radsportler schlechthin. Insgesamt gewann er die Tour de France fünfmal, unter anderem auch 1992, als wir ihn live sahen. Zu diesem Zeitpunkt trug er bereits das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Beeindruckend war nicht nur der Anblick der Fahrer, sondern auch das Tempo. Das Peloton raste mit weit über 30 km/h an uns vorbei, sodass wir aufpassen mussten, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Anschließend sind wir noch ins Ziel gefahren, aber dort war es leider so voll, dass wir kaum etwas sehen konnten. Schade – aber die ganze Aktion war ohnehin eher spontan.
Auch in diesem Jahr habe ich wieder fast alle bisherigen Etappen verfolgt. Heute steht mit der 14. Etappe von Mülhausen nach Le Markstein Fellering über 155 Kilometer eine anspruchsvolle Bergetappe auf dem Programm. Ich bin gespannt, wie sich die Favoriten schlagen werden und ob es wieder Veränderungen im Gesamtklassement geben wird. Solche Etappen sind es, die für mich den besonderen Reiz der Tour ausmachen.
Verfolgst du die Tour de France auch? Oder schaust du nur gelegentlich rein? Schreib mir deine Meinung gerne unten in die Kommentare. Ich freue mich auf den Austausch!
Grüße, Lorenzo
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