Von Statify zu Matomo: Warum ich meine Besucherstatistik umgestellt habe

Besucherstatistiken sind für viele Blogger:innen ein sensibles Thema. Auch für mich. In den letzten Jahren habe ich bewusst auf die datenschutzfreundliche Lösung Statify gesetzt und dafür auch geworben.

Doch in letzter Zeit habe ich gemerkt, dass ich vielleicht doch etwas mehr wissen möchte.

Statify-Illustration

Warum ich lange Statify genutzt habe

Statify war für mich eine ideale Lösung.

  • Keine Cookies
  • Keine personenbezogenen Daten
  • Minimalistisch
  • Schnell eingerichtet
  • DSGVO-freundlich

Genau darüber habe ich ja auch schon geschrieben:
👉 Datenschutzfreundliche Webseiten-Statistiken mit Statify

Statify zeigt mir, wie oft welche Seiten aufgerufen wurden – nicht mehr und nicht weniger. Und genau das fand ich lange richtig gut. Aber jetzt habe ich mich gefragt: Reicht mir das eigentlich noch?

Der Wunsch nach mehr Einblick

Ich wollte wissen:

  • Woher kommen meine Besucher:innen?
  • Welche Inhalte werden wirklich gelesen?
  • Wie bewegen sich Menschen auf meiner Seite?
  • Welche Beiträge funktionieren besonders gut?

Statify kann das nicht leisten und das ist auch nicht seine Aufgabe. Wenn ich also mehr wissen möchte, brauche ich ein anderes Werkzeug.

Warum es von Anfang an nur Matomo sein konnte

Für mich war klar: Wenn ich wechsle, dann zu Matomo – auch wenn es mächtig ist.

Warum?

  • Open Source
  • Selbst hostbar
  • Datenschutzfreundlich nutzbar
  • Keine Datenweitergabe an Dritte
  • Keine Abhängigkeit von US-Diensten

Das Thema Datenschutz ist mir wichtig. Und Open Source ebenso. Ich möchte wissen, was technisch auf meinem Blog passiert und die Kontrolle behalten.

Mein erster Versuch: Matomo für WordPress

Anne Schwarz, die Gründerin des Bloghexen-Bloggerforums, gab mir einen Tipp. Sie empfahl mir Matomo für WordPress. Sie hat mir sogar bei der Einrichtung geholfen. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank, Anne! 🙏 Aber obwohl alles grundsätzlich funktionierte, fühlte es sich für mich nicht richtig an. Ich fand es irgendwie … kompliziert. Unübersichtlich. Schwer greifbar. Manchmal merkt man einfach: Es ist technisch möglich, aber es passt nicht zum eigenen Gefühl. Also habe ich die Installation wieder gelöscht.

Entscheidung: Ganz oder gar nicht

Danach stand ich vor der Frage:

  • Statify behalten?
  • Oder Matomo als eigenständige Installation?

Viele wissen gar nicht, dass man Matomo auch unabhängig von WordPress selbst hosten kann. Genau das habe ich dann gemacht. Und ja, das war die richtige Entscheidung.

Ein Abend für Matomo (statt HSV)

Gestern Abend spielte mein HSV in Mainz. Normalerweise hätte ich mir das Spiel angesehen. Aber stattdessen saß ich am Rechner und richtete Matomo weiter ein. Man muss Prioritäten setzen. 😉 Soweit ich weiß, war es ein ordentliches Spiel. Ein 1:1 in Mainz ist definitiv kein schlechtes Ergebnis.

Davor und währenddessen lief bei mir die Installation:

  • Datenbank eingerichtet
  • Matomo hochgeladen
  • Tracking-Code eingebaut
  • Cookies deaktiviert
  • Archivierung eingerichtet

Und plötzlich war es da: Ein Statistik-Dashboard, das deutlich mehr kann, aber trotzdem in meiner Hand bleibt.

Warum ich mich letztlich für Matomo entschieden habe

Ich wollte:

✔ Mehr Einblicke
✔ Mehr Kontrolle
✔ Open Source
✔ Datenschutzfreundliches Tracking
✔ Keine externen Abhängigkeiten

Mit Matomo habe ich genau das. Das Beste daran ist, dass ich es cookiefrei betreiben kann.

Was sich jetzt ändert – und was nicht

Ich werde nicht damit anfangen, jeden einzelnen Klick zu analysieren oder meine Inhalte ausschließlich nach Zahlen auszurichten.

Aber ich möchte verstehen:

  • Welche Themen wirklich gelesen werden
  • Wie Menschen auf meinen Blog kommen
  • Was funktioniert – und was nicht

Für mich sind Statistiken kein Selbstzweck. Aber sie können durchaus interessant sein.

Fazit

Statify war eine gute Lösung. Ich kann es weiterhin empfehlen, insbesondere allen, die eine sehr schlanke, datenschutzfreundliche Statistik wünschen. Für mich war nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen Schritt weiterzugehen. Aber nicht zu Google Analytics. Nicht zu irgendeinem externen Dienst. Sondern zu einer Lösung, die zu meinen Werten passt: Matomo.

Und manchmal bedeutet eine Entscheidung eben auch, ein HSV-Spiel ausfallen zu lassen und stattdessen am eigenen Blog zu arbeiten. 😉

Lorenzo

PS: Dieser Blogbeitrag enthält unbezahlte Werbung.

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8 Kommentare

  1. Matomo für WordPress hat ja ein schönes Übungstutorial mit Gamification zum Durchspielen für alle, die nicht an der Uni Analytics studiert haben.

    Ich schätze in 6 Monaten wirst Du uns mit dem brillantesten Artikel über den Tag Manager in Matomo be- und entgeistern. 😉

    1. Danke dir für deinen Einblick! 😊 Ich kann gut verstehen, dass unterschiedliche Zahlen irritieren – schließlich misst jedes Tool ein bisschen anders. Für mich persönlich wäre es wahrscheinlich zu viel, mehrere Varianten parallel laufen zu lassen. Ich halte es inzwischen lieber übersichtlich und konzentriere mich auf ein System, das ich nachvollziehen kann. Den Vergleich finde ich aber auf jeden Fall spannend!

    1. Das kann ich gut verstehen. 😊 Wenn es dir im Moment gut geht, ist das doch die Hauptsache. Man muss nicht alles sofort umstellen. Ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich für mich entschieden habe, es anders zu lösen. Falls du es dir irgendwann genauer anschauen möchtest: Es ist weniger kompliziert, als es auf den ersten Blick wirkt. 😉

    1. Liebe Miriam,

      na klar, sehr gerne! 😊

      Wenn ich bei deinen WordPress-Fragen helfen kann, mache ich das wirklich gern. Ich bin zwar auch kein allwissender Guru, aber vieles lernt man mit der Zeit durch Ausprobieren, Fluchen, Recherchieren und nochmaligem Ausprobieren. 😉

      Melde dich einfach, wenn du irgendwo hängst – entweder hier oder direkt. Und falls ich etwas nicht weiß, finden wir die Lösung gemeinsam.

      Liebe Grüße
      Lorenzo

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