Conference-League-Finale: Crystal Palace krönt eine starke Entwicklung

Crystal Palace hat gestern Abend das Conference-League-Finale gegen Rayo Vallecano verdient gewonnen. Auch wenn die Partie lange offen blieb, hatte ich nie das Gefühl, dass Crystal die Kontrolle verlieren würde.

Rayo Vallecano hat zwar ein gutes Spiel gemacht und bis zum Schluss alles versucht, aber am Ende war Crystal Palace die eindeutig bessere Mannschaft.

Crystal Palace war effizienter

Das Spiel zeigte sehr gut, wie eng solche Finals oft sind. Crystal Palace nutzte eine seiner Chancen konsequent aus und ging dadurch verdient in Führung. Danach legte die Mannschaft allerdings nicht nach. Genau deshalb blieb Rayo Vallecano bis zum Ende im Spiel.

Wenn man aber ehrlich ist, hatte Rayo trotz aller Bemühungen meistens nur Halbchancen. Crystal Palace verteidigte insgesamt sehr konzentriert und wirkte in den entscheidenden Situationen stabiler und reifer. Gerade in solchen Endspielen ist das oft der entscheidende Faktor.

Symbolbild: Fußballspieler

Oliver Glasner hat hervorragende Arbeit geleistet

Ich freue mich besonders über den Erfolg von Oliver Glasner. Er hat bei Crystal Palace wirklich tolle Arbeit geleistet und dem Verein in kurzer Zeit eine klare Struktur gegeben.

Man erkennt bei seiner Mannschaft sofort:

  • eine klare Idee,
  • gutes Pressing,
  • hohe Disziplin,
  • und trotzdem mutigen Fußball.

Außerdem ist es Glasner gelungen, aus vielen Spielern deutlich mehr herauszuholen. Genau das zeichnet gute Trainer aus. Sie gewinnen nicht nur Titel, sondern entwickeln eine Mannschaft auch nachhaltig.

Dass Crystal Palace inzwischen international konkurrenzfähig ist, kommt nicht von ungefähr.

Schade, dass Glasner aufhört

Umso bedauerlicher finde ich es, dass Oliver Glasner den Verein nun verlässt. Von außen wirkt es so, als hätten die Verantwortlichen ihn in dieser Saison nicht mehr so unterstützt wie zuvor. Gerade nach einer so erfolgreichen Entwicklung hätte man erwarten können, dass der Verein alles dafür tut, den nächsten Schritt gemeinsam zu gehen.

Denn zuletzt hatte Crystal Palace wirklich das Gefühl eines Projekts mit Zukunft. Natürlich kennt niemand alle Hintergründe genau. Trotzdem bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack, wenn ein Trainer geht, der so viel aufgebaut hat.

Rayo Vallecano kann trotzdem stolz sein

Trotz der Niederlage sollte Rayo Vallecano aber auch stolz auf diese Conference-League-Saison sein. Der Verein hat international viele starke Spiele gezeigt und sich hervorragend präsentiert.

Gerade kleinere oder finanziell schwächere Vereine zeigen im Europapokal immer wieder, dass man mit Leidenschaft, guter Organisation und Teamgeist viel erreichen kann.

Diesmal hat es am Ende leider nicht ganz gereicht. Crystal Palace war gestern einfach einen Tick besser – und deshalb geht der Titel absolut verdient nach England.

Grüße, Lorenzo

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