Die Nachricht vom Tod von Bonnie Tyler hat mich gestern sehr traurig gemacht. Zwar würde ich mich nicht als eingefleischten Fan bezeichnen. Ich besitze keine Alben oder Singles von ihr und könnte ihre komplette Diskografie wahrscheinlich auch nicht aufzählen. Aber ihre Musik gehörte einfach immer dazu. Ich bin mit ihren Songs aufgewachsen und höre auch heute noch gerne zu, wenn im Radio Total „Eclipse of the Heart“, „Holding Out For A Hero“ oder „It’s A Heartache“ läuft.
Bonnie Tyler hatte eine unverwechselbare Stimme. Rau, kraftvoll und voller Gefühl. Eine dieser unverwechselbaren Stimmen, die man nach den ersten Sekunden erkennt. Solche Künstlerinnen gibt es nicht viele.
Dass sie im Alter von 75 Jahren gestorben ist, macht mich traurig. In den vergangenen Monaten war bekannt geworden, dass sie gesundheitlich schwer angeschlagen war. Nach einer Notoperation hatte sie lange im Krankenhaus gelegen und war sogar im künstlichen Koma gewesen. Trotzdem hatte ich gehofft, dass sie sich noch einmal erholen würde.
75 Jahre sind heutzutage eigentlich kein Alter mehr, um zu sterben. Natürlich kann niemand sich aussuchen, wann die eigene Zeit gekommen ist. Aber ich hätte ihr gewünscht, dass sie noch ein paar schöne Jahre mit ihrer Familie, ihren Freunden und vielleicht auch mit ihrer Musik verbringen kann.
Irgendwie gibt es da noch einen kleinen Zufall, der mich nachdenklich stimmt. Vor ein paar Wochen habe ich aus reiner Neugier ihren Wikipedia-Artikel gelesen. Im Fernsehen lief damals ein Auftritt von ihr und ich fragte mich, was sie in den letzten Jahren eigentlich so gemacht hatte. Also habe ich ein wenig über ihr Leben und ihre Karriere gelesen. Und jetzt, nur wenige Wochen später, ist sie tot.
Natürlich ist das nur ein Zufall. Trotzdem gibt es manchmal diese merkwürdigen Momente im Leben, die einen kurz innehalten lassen. Mit Bonnie Tyler verliert die Musikwelt eine außergewöhnliche Sängerin, deren Lieder ganze Generationen begleitet haben. Auch wenn ich nie zu ihren größten Fans gehörte, war sie doch immer Teil des Soundtracks meines Lebens. Manche Künstler:innen gehören einfach dazu, ohne dass man es bewusst merkt – bis sie plötzlich nicht mehr da sind.
Ihre Musik bleibt. Und das ist vielleicht das Schönste, was man über einen Menschen sagen kann, der so viele Jahrzehnte andere mit seinen Liedern begleitet hat. Mach’s gut, Bonnie. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freunden und allen Menschen, die ihr nahestanden.
Zum Abschied hier noch das Musikvideo von „It’s A Heartache“:
Lorenzo
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Das hast Du sehr schön geschrieben.
Ja, so geht es mir auch. Ich bin kein eingefleischter Fan aber irgendwie hat man hin und wieder ihren Weg auch verfolgt und die Lieder kennt man irgendwie. Im Radio wird sie schon auch oft gespielt. Die letzten Monate hatte ich auch etwas verfolgt und gehofft, dass es ihr wieder besser geht und sie sich aufrappelt.
Auch wenn sie nicht mehr unter uns weilt, ihre Lieder werden bleiben. Und darunter sind wirklich großartige Hits entstanden. Auch großartige Duette, u.a. mit Shakin Stevens oder auch mit deutschen Interpreten wie Matthias Reim. Von ihren Hits gefällt mir auch besonders gut „Lost in France“. LG Edeline
Liebe Edeline,
vielen Dank für deinen schönen Kommentar. 😊 Genau so geht es mir auch. Man muss kein eingefleischter Fan sein, um traurig zu sein, wenn eine so besondere Künstlerin von uns geht. Ihre Stimme war einfach unverwechselbar, und ihre Lieder gehören irgendwie zum Leben dazu.
Ich hatte auch gehofft, dass sie sich von ihren gesundheitlichen Problemen erholt. Umso trauriger war dann die Nachricht.
„Lost in France” ist übrigens auch ein toller Song. Und auch ihre Duette mit Shakin‘ Stevens und Matthias Reim sind richtig gut. Zum Glück bleibt uns ihre Musik erhalten.
Liebe Grüße
Lorenzo