Der Film „Hexen Hexen“

Meine liebe Freundin Jana aus Bremen, die ich vor 2 Jahren über Instagram kennengelernt habe, hat auf Facebook bzw. Instagram einen tollen Post über den neuen Film „Hexen Hexen“ mit Anne Hathaway geschrieben. Den Post unterstütze ich völlig. Deshalb wollte ich dir ihn nicht vorenthalten. In dem Post geht es darum, dass die Bösen bzw. Monster in Filmen oft eine Fehlbildung haben und Kinder uns Behinderte dann mit dem Bösen gleichsetzen. Das stimmt auch! Jana ist eine liebe tolle Freundin. Da sie eine Fehlbildung hat, ist sie bei solchen Themen besonders sensibel. Und ich bin wegen meiner Behinderung auch nicht der Böse. „Hexen Hexen“ war vor kurzem im Kino und läuft jetzt zum Beispiel auf Sky. Ich werde mir ihn auch nicht angucken wie Jana. Hier ist nun der Post:

Eigentlich wollte ich mich hierzu schon länger äußern aber besser spät als nie 🙈Wie viele mitbekommen haben dürften wurde der Film Hexen Hexen neu verfilmt. Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, da ich das Original sehr mag aber ich werde ihn mir definitiv nicht angucken. Warum fragst du dich jetzt? Nun, man wollte Anne Hathaway die die böse Oberhexe bzw die Hexen noch grotesker und gruseliger wirken lassen. Nun leider hat Werner Brothers sich dazu entschieden dies zu „bewirken“ indem man ihnen eine Fehlbildung verpasst, die sehr an eine Ektrodaktylie erinnert. Die Hexen haben jeweils 3 Finger an jeder Hand und 1 Zeh an jedem Fuß. In der Buchvorlage von Roald Dahl noch im Original Film war dies der Fall. Warum dies mich und meine Community so sauer macht? Wir kämpfen darum, dass die Gesellschaft begreift, dass auch wir normal sind, dafür, dass Kinder mit Fehlbildungen nicht unsere Mobbingerfahrungen wiederholen müssen. Wir versuchen zu sensibilisieren und zu bestärken! Und nun wird in einem Film der vor allem Kinder und Familien als Zielgruppe hat signalisiert, dass eine Fehlbildung „monströs“ ist und mit dem Bösen gleichgesetzt. Tolle Botschaft! Und hat eben nichts mit dem Buch zu tun, wo die Hände ähnlich den Krallen von Katzen beschrieben worden. Und das während wir mit Behinderungen, die mehr als 15 % der Weltbevölkerung ausmachen, in den Medien immer noch völlig unterrepräsentiert sind. Wie oft kommen in Filmen, Serien etc Menschen mit Behinderungen vor? Wie oft geht es in diesen Rollen dann nicht um die Behinderung sondern um den Menschen? Wie oft werden diese Rollen wirklich von Menschen mit Behinderungen gespielt? Es geht mir nicht darum, dass wir mit Behinderungen perse die Guten sein müssen. Auch wir sind nicht alle nett und haben einen tollen Charakter. Aber zwischen jemandem der unsympathisch ist und einem Monster liegt ein großer Unterschied! Wie wäre es mal uns überhaupt zu integrieren? Okay, dieser Post ist jetzt schön länger als geplant. Daher danke fürs lesen. Einen anderen Aspekt der mich geschockt hat, werde ich morgen noch ansprechen 🙈

Wahre Worte oder nicht? Das macht mich sauer und traurig, aber was mich bei Filmen noch stört, dass Behinderte auch oft nur als dumm oder Kumpeltyp dargestellt werden. Man verliebt sich in einen Behinderten nicht. Ist es dir mal aufgefallen?

Lorenzo

Jana
Jana

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