Ein Interview mit Morris Teschke

Morris Teschke
Morris Teschke

Heute möchte ich dir über ein Interview berichten, das ich mit Radio Hamburg-Moderator Morris Teschke geführt habe. Morris war bereits Moderator bei Radio Hamburg, als ich anfing den Sender zu hören. Ich hörte ihn sehr gerne. Seitdem haben wir auch immer wieder Kontakt, was ich toll finde. Vor einigen Jahren hat er leider aufgehört Sendungen zu moderieren. Das fand ich verdammt schade.

Aber er blieb Radio Hamburg treu und ist für verschiedenste Programm-Aktionen zuständig und bei Events des Senders vor Ort im Einsatz. Oft als DJ. Er hat sogar eine eigene DJ-Firma für Partys, Events, Firmenfeiern, Hochzeiten und so weiter. Weitere Informationen gibt es unter https://mr-happy.de. Mr. Happy ist sein Künstlername. Er spricht aber auch Werbespots. Seit einiger Zeit moderiert er nun doch wieder. Ich finde es echt klasse. Denn er ist ein lieber, lustiger, toller Typ. Leider moderiert er unter der Woche – im Wechsel mit Kolleg*innen nur nachts von 2 bis 5 Uhr. Das kann ich natürlich nicht hören, weil ich da schlafen muss. Um 6 Uhr klingelt mein Wecker.

Durch ihn lernte ich meinen Kumpel Jerome Begro kennen. Es war nämlich so, dass ich Morris vor 15 Jahren gefragt hatte, ob er Zeit hätte, auf der Hochzeitsfeier von meinem besten Freund Dirk und seiner Laura aufzulegen. Morris sagte leider aus Zeitgründen nein, aber gab mir die Kontaktdaten von Jerome (djjerome.de). Er ist ja auch DJ und zwar ein toller. Mit der Zeit hatten wir auch öfters Kontakt. Vor allem wegen seiner Radiosendung bei Tide Radio, dem offenen Kanal Hamburgs. Ja, Jerome hat auch eine Sendung. Sie heißt „Crazy Station“ und läuft immer freitags von 15 bis 17 Uhr. Seit März 2020 sponsere ich sie auch mit meinem Blog. Den Sponsorenspot spricht wiederum Morris. 😉 Echt witzig! 

Lieber Morris, 

es ist toll, wie lange wir uns schon kennen und schätzen. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder mehr in Kontakt bleiben und wir uns irgendwann wieder mal sehen. Darüber würde ich mich sehr freuen. Über das Interview freue ich mich natürlich auch. Ein fettes Danke dafür!

Und hier ist das Interview:

Wie und wann kamst du eigentlich zu Radio Hamburg? Du warst einer meiner Lieblingsmoderatoren damals, neben Marzel Becker, Stephan Heller, John Ment, Kathrin Lehmann, Gunnar Kron und Jan Bastick.

Erstmal vielen Dank, lieber Lorenzo, dass du mich hier zum Interview eingeladen hast. 

Also, der Einstieg bei Radio Hamburg kam über eine witzige Aktion des Senders. Es gab einen Hörer-Wettbewerb. Gesucht wurde ein „Karibik-Reporter“. Ich hatte gerade mein Studium in Berlin abgeschlossen, und von dem Wettbewerb erfahren. Da hab ich dann spontan mitgemacht. Man sollte eine Aufnahme einsenden, auf der man eine Minute lang zum Thema „Meine Trauminsel“ quatscht. Habe ich dann also gemacht, dazu noch ein lustiges Foto mit reingepackt. 

Ich hab das ganz entspannt gesehen und nicht so viel erwartet. Aber nach einer Woche bekam ich plötzlich einen Anruf, dass ich als Sieger des Wettbewerbes gekürt worden sei. BÄMM! Der Gewinn war eine Reise nach Jamaica. Huch! Von dort sollte ich mich dann telefonisch melden, als der „Radio Hamburg-Karibik-Reporter“, von Jamaica berichten und Quizfragen für die Hörer stellen. Denn ein Hörer sollte auch noch eine Reise gewinnen. Nach der Reise besuchte ich den Sender, um ich nochmal zu bedanken.

Und weil die Leute bei Radio Hamburg meine Berichte, die ich aus Jamaica machte, ganz lustig fanden, fragten die mich: „Wollen Sie bei uns anfangen?“ Da musste ich nicht lange überlegen. 😀

Wie fandest du unseren Kontakt damals? Wie wichtig war und sind dir die Kontakte zu den Radio Hamburg-Hörern? Für mich sind sie ein absolutes Highlight, auch heute noch.

Unser Kontakt war und ist immer cool. Immer, wenn du deinen Lieblingssender besucht hast, sah ich dein Leuchten in den Augen. Du bist zudem ein sehr sympathischer und warmherziger Mensch, und bist sehr aktiv, auch mit deinem tollen Blog, setzt Zeichen für Menschenwürde, Nachhaltigkeit, und positives Miteinander. Respekt!

Was mich betrifft, so bin ich – genau wie du – sehr aufgeschlossen für Kommunikation sowohl mit Hörern, aber auch generell mit Menschen, egal welcher Herkunft, Religion, Orientierung, Alter, Sozialstatus etc. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, lernt viel. Jeder hat Respekt verdient, und jeder ist nur so wichtig wie jeder andere. Und nicht wichtiger.  

Warum hast du vor ein paar Jahren im Sender aufgehört zu moderieren um mehr im Hintergrund und als DJ zu arbeiten? Welche Gründe gab es nochmal? Ich habe dich on Air richtig vermisst.

Ja, wegen der vielen Veranstaltungen, die ja oft am Wochenende sind, war es irgendwann einfach nicht mehr möglich für mich, am Wochenende auch noch Sendungen zu moderieren. Ich hatte ja damals am Samstag und auch am Sonntag Shows gehabt.

So habe ich die Aktivitäten entsprechend angepasst. Und war natürlich auch weiterhin für Radio Hamburg im Einsatz, nur nicht mehr auf das Wochenende konzentriert.

Wieso moderierst du seit einiger Zeit wieder, wenn auch nur nachts? Das ist schön, aber du bist für mich leider nicht zu hören.

Ich habe von unserem Programmdirektor Marzel Becker letztes Jahr den Auftrag bekommen, unter der Woche nachts zu moderieren, weil wir da plötzlich noch Bedarf hatten. Gern habe ich sofort JA gesagt, denn: Zu diesen Uhrzeiten unter der Woche habe ich Zeit, und das Arbeiten rund um die Uhr bin ich seit langem gewohnt, und natürlich macht es nach wie vor auch viel Spaß, die Hörer in einer Live-Sendung mit musikalischer Vielfalt, guter Laune, und gutem Service zu begleiten – und nachts dann besonders für die Menschen, die in der Nachtschicht munter gehalten werden wollen.

Wie siehst du die Entwicklung von Radio Hamburg? Was ist positiv und was ist eher negativ?Manchmal fehlen mir die Zeiten, wo die Moderatoren noch „freier“ in der Moderation waren und auch mal spontane Aktionen machen konnten. Und die 80er Musik vermisse ich auch, aber ansonsten ist Radio Hamburg  nach wie vor ein guter Lokalsender.

Das Gute ist: Radio Hamburg hat es zum einen geschafft, sich seiner Linie treu zu bleiben, und zum anderen aber auch die nötigen Anpassungen vorgenommen, um dem jeweiligen Zeitgeit zu entsprechen. Und das ist keine leichte Aufgabe. Da gehört sehr viel Fingerspitzengefühl dazu, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, was bleiben soll, und was sich verändern muss. 

Letztendlich zeigen die guten Hörerzahlen, dass wir diesen Spagat wohl gut hinbekommen. 

Und was Veränderungen betrifft, die beschlossen wurden oder werden: Da mag dem einen oder anderen dies oder das vielleicht auch mal im ersten Moment nicht gefallen. Es ist ja auch Geschmackssache, und es sind manchmal liebe Gewohnheiten. Aber Radio Hamburg plant auf längere Sicht, und da haben sich die Entscheidungen insgesamt doch oft als richtig erwiesen, in Hinblick auf das Ziel, dass eine Mehrheit unseren Sender gern hört. Und aus dieser Erfahrung heraus, kann ich nichts Negatives berichten.

Klar, die 80er sind auch cool. Aber Radio Hamburg hat aber den Fokus auf aktuelle Hits. Das kommt bei den Hörern ja auch gut an. 

Musik aus vier Jahrzehnten (also auch die guten 80er) hörst du – auf Hamburg Zwei, dieser Sender ist mit Radio Hamburg verwandt.

Lorenzo

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