Konkrete Inklusion im Koalitionsvertrag? Fehlanzeige!

Symbolbild: Inklusion
Symbolbild: Inklusion

Erstmal natürlich einen herzlichen Glückwunsch an Aminata Touré, die jetzt Deutschlands erste afro-deutsche Ministerin in der neuen Landesregierung von Schlwesig-Holstein ist. Genauer gesagt im Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung. Das ist wirklich toll! 🙂 Ich freue mich für sie sehr. Sie hat es sich verdient. Auch einen Glückwunsch an Daniel Günther, der nun wieder Ministerpräsident ist.

Mein Vater fragte mich gestern, ob ich Aminata Touré schon gratuliert habe. Nein, aber das habe ich vorhin selbstverständlich nachgeholt. Ich machte es gerne. Am Ende der Mail meines Vaters steht der folgende Satz noch: Vielleicht hat sie ja einen Job für dich. Aber das glaube ich wiederum nicht. Erstens: Aminata hat sicher ihre Leute schon. zweitens: Wenn konkrete Inklusion im Koalitionsvertrag schon Fehlanzeige ist, ist es in der Landesregierung sowieso Fehlanzeige. Mir tut es als Grüner richtig weh, sowas sagen zu müssen, aber ich bin hier von meinen grünen Kollegen in Kiel sehr enttäuscht und sauer. 😡 Wir Grünen tun immer so offen und reden davon, dass man alle Personengruppen einbeziehen muss.

Aber warum fehlt konkrete Inklusion dann im Koalitionsvertrag? 🙄 Das kann ich nicht verstehen. Ich will es auch nicht verstehen wie meine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Inklusion der Grünen Schleswig-Holstein, bei der ich seit längerem mitmache. Denn Inklusion ist doch ein Menschenrecht. Von der CDU habe ich nicht anderes erwartet, aber von uns Grünen habe ich hier deutlich mehr erwartet. Ich bin echt wütend! Ich trete zwar nicht aus der Partei aus, aber als Grüner bin ich sehr enttäuscht. 🙁 Konkrete Inklusion ist so wichtig. Klar kostet es erst einmal Geld und gerade sind auch andere Dinge wichtiger, aber das ist im Grunde ein uraltes Argument, das ich nicht mehr hören kann und will. Wir sagen es doch immer. Wenn wir Inklusion wirklich ernsthaft anpacken würden, könnte es ein prima Erfolgsmodell und Werbung für die Firmen da draußen sein. Aber wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es natürlich kein Erfolgsmodell.

Typisch Deutschland. Hier ist alles sofort kompliziert. Das musste ich mal laut sagen.

Grüße, Lorenzo

2 Kommentare

  1. Ja, was soll ich dazu sagen Lorenzo? Es gibt noch viel zu tun! Auch bei den Grünen … Deshalb braucht die Partei Menschen wie dich, die dasThema Inklusion NICHT unter den Tisch fallen lassen. Eine Partei ist immer nur so gut wie ihre Mitglieder. Dehalb gib nicht auf Lorenzo und mache auf das Thema aufmerksam so oft du kannst!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.