Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich schon früher wieder weitgehend schmerzfrei sein und mit Freude bloggen würde. Doch mein Körper hat offensichtlich andere Pläne.
Ursprünglich war vorgesehen, dass mir nur mindestens zwei Weisheitszähne gezogen werden. Im Gespräch mit den Ärzten wurde ich jedoch davon überzeugt, alle vier auf einmal entfernen zu lassen. Je länger ich darüber nachdenke, desto sinnvoller erscheint mir diese Entscheidung. Eine Vollnarkose bedeutet schließlich immer eine Belastung für den Körper und eine zweite Operation hätte bedeutet, den ganzen Ablauf irgendwann noch einmal durchstehen zu müssen.
Operation verlief gut
Die Operation selbst ist glücklicherweise gut verlaufen. Dafür bin ich sehr dankbar. Allerdings habe ich die Folgen etwas unterschätzt. Noch immer bin ich ziemlich angeschlagen und habe Schmerzen. Dadurch ist mein Alltag deutlich eingeschränkt und vieles kostet momentan einfach mehr Kraft als sonst.
Besonders unangenehm ist eine weitere Begleiterscheinung: Nach der Operation haben sich zahlreiche Aften in meinem Mund gebildet. Leider bin ich dafür ohnehin sehr anfällig. Durch die Reizung oder gar Verletzung der Mundschleimhaut während des Eingriffs sind gefühlt überall kleine, schmerzhafte Stellen entstanden, die das Essen und Trinken zusätzlich erschweren.
Ein Problem
Hinzu kommt ein Problem, das vermutlich nur wenige Menschen haben: Eigentlich sollte ich nach der Operation täglich eine desinfizierende Mundspülung verwenden. Aufgrund meiner Behinderung kann ich jedoch nichts länger als nötig im Mund behalten und schluckte alles fast sofort herunter. Da diese Mundspülung nicht geschluckt werden darf, war diese Form der Nachbehandlung für mich nicht umsetzbar. Das werde ich beim Kontrolltermin morgen natürlich ansprechen.
Fädenziehen
Dann werden auch die Fäden gezogen und alles wird noch einmal gründlich untersucht. Ehrlich gesagt, freue ich mich auf das Fädenziehen nicht besonders. Gleichzeitig hoffe ich aber, dass die Ärzt:innen beurteilen können, ob die Heilung planmäßig verläuft oder ob vielleicht noch etwas nachgebessert werden muss.
Im Moment wünsche ich mir vor allem, bald wieder normal essen und trinken zu können. Das sind Dinge, über die man im Alltag kaum nachdenkt, bis sie plötzlich nicht mehr selbstverständlich sind. Diese Erfahrung zeigt mir einmal mehr, wie wertvoll die kleinen Selbstverständlichkeiten des Lebens sind.
Danke
An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich für die vielen lieben Wünsche und aufmunternden Nachrichten bedanken, die mich erreicht haben. Das hat mich sehr gefreut und motiviert mich, geduldig zu bleiben.
Ich hoffe, dass ich übermorgen wieder regelmäßig bloggen kann. Aber erst einmal abwarten, wie es morgen geht. Bleibt gesund!
Lorenzo
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