Behindertenwerkstätten und die Chancengleichheiten

Behindertenwerkstätten und die Chancengleichheiten sind wirklich ein Witz! 😡 Ich persönlich bin zwar in keiner Werkstatt für Behinderte, aber ich weiß, was da falsch läuft.

Wusstest du zum Beispiel, dass viele Behinderte in einer Werkstatt nur ein „Taschengeld“ von 200€ im Monat bekommen, obwohl sie Vollzeit (35 bis 40 Stunden in der Woche) arbeiten? So brauchen sie Grundsicherung, auch wenn sie ja eigentlich voll erwerbstätig sind. Das Taschengeld und die Grundsicherung reichen gerade mal zum Überleben, aber mehr auch nicht. Das ist ein Unding. Außerdem werden sie dann wie Erwerbslose behandelt. Die Werkstätten haben Aufträge von großen Firmen und machen 8 Milliarden Umsätze im Jahr. Warum bekommen die Behinderte dann nur die 200€? Das frage ich mich.

Noch eine Sache: Laut der UN-Behindertenrechtskonvention hat jeder Behinderte ein Anrecht auf einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt, aber aus den Werkstätten schaffen es weniger als 1% in den ersten Arbeitsmarkt. Dabei gäbe es schon Möglichkeiten, aber die Werkstätten sind für mich sowieso nichts anderes als Ghettos. Entschuldigung, wenn ich es so hart sage, aber das ist so. Warum muss man immer Behinderte unter sich lassen?

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein von 182 Staaten und der EU 2006 verabschiedeter völkerrechtlicher völkerrechtlicher Vertrag, der die die bisher geltenden 8 Menschenrechtsabkommen für die Lebenssituation von uns Behinderten präzisierte und seit dem 3. Mai 2008 in Kraft ist. Ziemlich spät wie ich finde oder? Aber das ist ja wieder ein anderes Thema. Unabhängig davon muss für uns noch vieles besser werden. Das mit den Werkstätten ist nur ein Beispiel dafür.

Lorenzo

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