Ich bin ja Mitglied und Moderator im Bloggerforum „Bloghexen“. Im Mai 2024 haben wir beschlossen, einmal im Monat eine gemeinsame Aktion im Forum zu starten. Das heißt, wir suchen uns ein bestimmtes Thema und bloggen dann alle darüber. Mit dieser Aktion wollen wir erreichen, dass die Blogger-Community wieder größer und lebendiger wird. 😃 Sie heißt „Bloggerschnack“. Jeder kann mitmachen, auch Nichtmitglieder des Forums. Jetzt im Oktober dreht sich alles um das Thema „Bloggerschnack im Oktober 2026: Was ich durchs Bloggen über mich gelernt habe“.
Besser spät als nie
Zwar haben wir inzwischen den 30. Oktober, aber besser spät als nie, oder? 😉 Bisher hatten andere Blogbeiträge Vorrang. Nun möchte ich mich aber endlich diesem Thema widmen.
Und wenn ich darüber nachdenke, was ich durch das Bloggen über mich gelernt habe, dann fällt mir tatsächlich einiges ein.
Wie alles angefangen hat
Wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, hat meine Freundin Johanna einen großen Anteil daran, dass es diesen Blog überhaupt gibt. Sie hatte die Idee dazu. Sie wusste einfach, dass ich viel zu erzählen habe.
Das war im September 2019. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei ihr bedanken! ❤️
Seitdem ist mein Blog eine Art Sprachrohr für mich. Hier kann ich über die Dinge schreiben, die mich bewegen, ärgern oder mir am Herzen liegen. Genau deshalb habe ich mich auch für den Untertitel „Der Blog über die Dinge der Welt“ entschieden.
Das Schreiben ist inzwischen zu meiner wahren Berufung geworden. 😀
Schreiben tut mir gut
Durch meinen Blog habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir das Schreiben macht und wie gut es mir tut.
Ich kann meine Gedanken sortieren, mich mit Themen auseinandersetzen und meine Meinung äußern. Dabei gibt es kaum Grenzen. Egal, ob es um Inklusion, Politik, meinen HSV, Technik oder ganz alltägliche Dinge geht – ich schreibe über das, was mich gerade beschäftigt.
Dabei habe ich auch gelernt, dass ich durchaus etwas zu sagen habe. Und das ist ein schönes Gefühl.
Ich bin besser im Schreiben geworden
Durch das viele Schreiben habe ich mich natürlich weiterentwickelt.
Heute fällt es mir leichter, das auszudrücken, was ich sagen möchte. Ich komme besser auf den Punkt, und meine Formulierungen werden immer routinierter. Auch bei der Grammatik habe ich dazugelernt.
Allerdings nutze ich dabei häufig einen KI-Schreibassistenten. Das ist für mich eine wertvolle Unterstützung.
Da ich nicht aktiv sprechen kann, fällt es mir manchmal schwer, Formulierungen und grammatikalische Zusammenhänge richtig einzuschätzen. Ich kann mir schließlich nicht einfach einen Satz oder einen ganzen Text laut vorlesen. Gerade die richtigen Endungen – beispielsweise bei „dem“, „den“, „einen“ oder „einem“ – bereiten mir Schwierigkeiten.
Mit meiner Sprach-App auf dem iPad oder iPhone kann ich mir Texte zwar vorlesen lassen. Aber dadurch weiß ich noch lange nicht, ob grammatikalisch alles hundertprozentig stimmt.
Hier gibt mir die KI eine gewisse Sicherheit. Sie hilft mir dabei, meine Gedanken verständlich und sprachlich richtig zu formulieren. Die Inhalte und Gedanken stammen aber immer von mir. Ich entscheide, was ich schreiben möchte und welche Formulierungen zu mir passen.
Und auch durch diese Zusammenarbeit lerne ich immer wieder etwas dazu.
Ich bin selbstbewusster geworden
Eine weitere wichtige Erkenntnis betrifft mein Selbstbewusstsein.
Durch das Bloggen habe ich gemerkt, dass ich viel zu sagen habe und meine Meinung vertreten kann. Früher hätte ich vielleicht nicht immer den Mut gehabt, meine Gedanken so offen aufzuschreiben und mit anderen zu teilen.
Heute ist das anders.
Ich weiß, dass ich schreiben kann. Und ich weiß auch, dass meine Beiträge etwas bewirken oder andere Menschen zum Nachdenken anregen können. Das gibt mir Selbstvertrauen.
Das zeigt sich nicht nur beim Bloggen, sondern auch in anderen Bereichen meines Lebens.
Vom Blog auf die politische Bühne
Ein gutes Beispiel dafür sind meine Reden auf Landesparteitagen.
Wenn ich dort auf der Bühne stehe und eine Rede halte, bereitet mir das inzwischen keinerlei Probleme mehr. Ganz im Gegenteil: Ich mache das gerne.
Natürlich sehen die Menschen sofort, dass ich eine Behinderung habe. Aber das ist nun einmal so. Ich kann sie schließlich nicht wegzaubern. Warum sollte ich mich deshalb verstecken?
Ich möchte meine Gedanken und Anliegen vortragen und mich politisch einbringen. Dafür stehe ich auf der Bühne.
Ich glaube, dass mir das Bloggen dabei noch einmal zusätzlichen Mut gegeben hat. Es hat mir gezeigt, dass ich etwas zu sagen habe und dass ich mich auch öffentlich zeigen kann.
Was ich durchs Bloggen über mich gelernt habe
Wenn ich heute auf die vergangenen sieben Jahre zurückblicke, dann habe ich nicht nur viele Beiträge geschrieben, sondern auch einiges dazugelernt. Ich habe auch mehr über mich selbst erfahren.
Ich habe erkannt, dass mir das Schreiben liegt, dass ich meine Gedanken gut vermitteln kann und dass ich selbstbewusster geworden bin. Außerdem habe ich gemerkt, wie wichtig es mir ist, meine Stimme zu nutzen – auf meinem Blog genauso wie auf politischen Veranstaltungen.
Mein Blog ist deshalb viel mehr als eine Sammlung von Beiträgen. Er ist ein Teil von mir und gibt mir die Möglichkeit, mich auszudrücken und mich mit der Welt zu verbinden.
Dafür bin ich sehr dankbar. Natürlich auch Johanna, die damals die Idee dazu hatte. Ohne sie gäbe es Lorenzos Welt vielleicht gar nicht.
Ich bin gespannt, was ich in den nächsten Jahren noch alles durch das Bloggen über mich lernen werde. 😊
Mein Fazit: Bloggen hat mich nicht nur besser schreiben lassen. Es hat mir auch gezeigt, welches Potenzial in mir steckt und dass ich selbstbewusst zu meiner Meinung stehen kann.
Blogbeiträge anderer Blogger:innen
Hier findest du Links zu Blogbeiträgen von anderen Blogger:innen, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen:
- „Bloggerschnack – Was ich durchs Bloggen über mich gelernt habe“ von Anja
- „Bloggerschnack Oktober 2026: Was habe ich durch das Bloggen über mich gelernt?“ von Roman
- „Was kann man durch das Bloggen über sich selbst lernen?“ von Daira
- „Bloggerschnack Oktober 2026“ von Frank
- „Bloggerschnack im Oktober 2026: Selbsterkenntnisse?“ von Sari
Grüße, Lorenzo
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