Die Proteste im Iran

Auch wenn ich mit meiner Erkältung immer noch zu tun habe, möchte ich trotzdem etwas zu den Protesten schreiben. Ich finde sie nämlich stark. Hoffentlich bewirken sie etwas. Vom arabischen Frühling in den nordafrikanischen Ländern ist ja nicht mehr viel übrig. Da hat man auch gehofft, dass man durch die Proteste mehr bewirkt als heute ist.

Nein, an Demokratien denke ich nicht. Wie konnte ich es auch denken? Siehe Afghanistan. Dort hat es mit unseren Demokratie-Versuch auch nicht geklappt. Aber viele Menschen wollen halt wenigstens keine Unterdrückungen mehr erleben müssen, in Freiheit/im Frieden leben können und genug Geld zum Leben haben. Überall auf der Welt. Auch im Iran jetzt. Die Staatsform spielt hier erstmal keine Rolle.

Symbolbild: Protest
Symbolbild: Protest

Vielleicht bewirken die Proteste im Iran wirklich was. Jedenfalls muss das Leben sich dort dringend ändern. In Afghanistan am besten auch, aber da habe ich die große Hoffnung nicht. Für den Iran schon. Wenn die Proteste so weiter gehen wie bisher, wird der Druck auf die Regierung irgendwann zu groß. Klar schlägt die Regierung noch brutal zurück, aber sie können es nicht ewig machen.

Ich finde es auch super, dass Frauen mit den Protesten angefangen haben und das in einem Land wie Iran. Das ist sehr mutig! Der schreckliche traurige Tod von der Frau, die kein Kopftuch mehr tragen wollte, hat wenigstens ein Gutes: Die Proteste nämlich. Ohne die Frau hätte es die jetzigen Demos bestimmt nicht so gegeben.

Auch gut ist, dass meine Landesregierung (Schleswig-Holstein) einen Abschiedestopp in den Iran beschlossen hat. Das ist ein tolles Zeichen! Hoffentlich ziehen andere Bundesländer nach.

Lorenzo

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4 Kommentare

  1. Ja, hoffen wir, dass der Tod der jungen Frau nicht umsonst war und der Iran bald die Kurve kriegt.
    Wenn ich an Afghanistan denke, fühle ich Hoffnungslosigkeit…
    Dir gute Besserung, Lorenzo

  2. Ich gab den größten Respekt vor all den Frauen, die sich trauen, aufzustehen! In dem Wissen, dass sie von männlicher Seite aus allen Richtungen angegriffen werden.
    Sabine

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