Manchmal entsteht aus einem kleinen Hinweis eine ziemlich gute Idee. Vor drei Wochen habe ich hier auf Lorenzos Welt meinen Beitrag „RSS-Feed: Warum ich bei meinem Blog lieber auf Textauszüge setze“ veröffentlicht.
Darin schreibe ich, warum mein Blog über den RSS-Feed bewusst nur Textauszüge meiner Beiträge ausliefert und nicht gleich den kompletten Artikel.
Anschließend entwickelte sich in den Kommentaren eine interessante Diskussion über RSS und Feedreader. Und genau daraus ist jetzt etwas Neues entstanden.
Ein Tipp von Thomas
Thomas, der hinter RSSAtom steckt, hat meinen Beitrag gelesen und sich meinen RSS-Feed genauer angeschaut. Dabei ist ihm aufgefallen, dass ich in meiner Sidebar unter „Meta“ bereits direkt auf meinen Eintrags-Feed verlinke. Hier ist der Link: https://lorenzos-welt.com/feed/.
Er schlug vor, zusätzlich die Möglichkeit anzubieten, den Feed direkt im Browser zu lesen. Denn nicht jede:r kennt sich mit RSS aus. Wer bereits einen Feedreader nutzt, kann meinen normalen RSS-Feed natürlich einfach abonnieren.
Wer aber erst einmal ausprobieren möchte, was RSS überhaupt ist, müsste normalerweise erst einen passenden Reader suchen und einrichten. Mit RSSAtom geht das deutlich einfacher.
RSS-Feed direkt im Browser lesen
RSSAtom ist ein browserbasierter Feedreader für RSS- und Atom-Feeds. Es ist keine Installation zusätzlicher Software erforderlich und eine Anmeldung ist auch nicht notwendig. Man gibt einen Feed ein und kann sich dessen Inhalte direkt im Browser anzeigen lassen.
Thomas hat mir deshalb einen direkten Link für meinen Feed vorgeschlagen. Ich dachte mir: Warum eigentlich nicht? Also habe ich in meiner Sidebar einen kleinen zusätzlichen Bereich dafür eingerichtet:
Meine RSS-Feeds direkt im Browser lesen
Dort gibt es jetzt zwei Möglichkeiten:
Der erste Link führt zu meinem regulären Beitrags-Feed. Der zweite Link führt zu meinem Kommentar-Feed. Damit ist Lorenzos Welt jetzt tatsächlich ein kleines Testobjekt von RSSAtom geworden. 😉
Warum auch der Kommentar-Feed?
Die Idee dazu hatte ich übrigens erst, nachdem ich den normalen Feed eingebunden hatte. Da dachte ich mir: Wenn ich meinen RSS-Feed schon auf diese Weise anbiete, warum dann nicht auch gleich die Kommentare? Gerade hier auf Lorenzos Welt gibt es immer wieder interessante Diskussionen unter meinen Beiträgen.
Egal, ob es um WordPress, RSS, Politik, Sport oder andere Themen geht – manchmal entwickeln sich aus einem Blogbeitrag richtig schöne Gespräche. Warum sollte man also nur neue Beiträge verfolgen können? Auch Kommentare sind schließlich neue Inhalte. Deshalb gibt es jetzt neben meinem Beitrags-Feed auch meinen Kommentar-Feed:
https://lorenzos-welt.com/comments/feed
Beide lassen sich über RSSAtom direkt im Browser öffnen.
RSS muss nicht kompliziert sein
Was mir an der Idee besonders gefällt: RSS wirkt auf viele Menschen heute vielleicht etwas technisch oder altmodisch. Dabei ist das Prinzip eigentlich ziemlich einfach.
Eine Website beziehungsweise ein Blog stellt einen Feed bereit, den Leser:innen abonnieren können. Neue Beiträge werden dadurch automatisch an einen Feedreader weitergegeben.
Das funktioniert unabhängig davon, ob ich auf Instagram, Facebook oder irgendeiner anderen Plattform unterwegs bin.
Und genau das gefällt mir am RSS-Prinzip. Ich bestimme auf meinem Blog, was ich veröffentliche. Und meine Leser:innen entscheiden selbst, wie sie diese Inhalte verfolgen möchten.
RSSAtom macht den Einstieg einfacher
Deshalb finde ich den Ansatz von RSSAtom besonders interessant. Wer bereits einen klassischen Feedreader verwendet, kann meinen normalen Feed einfach dort eintragen. Wer dagegen erst einmal neugierig ist und ohne Installation ausprobieren möchte, wie ein RSS-Feed aussieht, kann ihn direkt im Browser öffnen.
RSSAtom unterstützt sowohl RSS- als auch Atom-Feeds und zeigt die Feed-Inhalte direkt im Browser an. Das senkt meiner Meinung nach die Einstiegshürde. Vielleicht entdeckt dadurch der eine oder die andere sogar wieder die Möglichkeiten von RSS.
Danke für den Tipp, Thomas!
Deshalb an dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an Thomas von RSSAtom für den Hinweis. Aus einer Diskussion unter meinem RSS-Beitrag ist dadurch eine kleine, aber meiner Meinung nach sinnvolle Erweiterung hier für Lorenzos Welt entstanden. Und ganz nebenbei habe ich dabei auch selbst wieder etwas Neues gelernt.
So mag ich das Bloggen: Jemand liest einen Beitrag, schreibt einen Kommentar, daraus entsteht ein Austausch – und am Ende wird der eigene Blog sogar noch ein kleines bisschen besser. Das Internet kann eben auch heute noch so funktionieren.
Ohne Algorithmus. Ohne Reichweitenoptimierung. Ohne irgendeine Plattform, die entscheidet, was ich sehen soll. Ein Blog. Ein RSS-Feed. Ein guter Hinweis. Und ein bisschen Neugier. Mehr braucht es manchmal gar nicht. 😊
Grüße, Lorenzo
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Ach, das ist ja interessant! Ich habe in meinem Footer Buttons, mit denen sich Interessierte den Link zu meinem Feed kopieren können. Und da hat mir auch schonmal jemand mitgeteilt, dass „da ja nur sehr viel verwirrendes Zeug“ stünde, weil ihr dann einfach die RSS Informationen in einem neuen Tab angezeigt wurden.
Ich habe auch mal einen Beitrag zu meinem RSS-Feed geschrieben, könnte mir vorstellen, den um den Hinweis auf RSSAtom zu ergänzen.
Ich selbst habe mir gerade erst eine Feedreader-App auf meinem Tablet installiert, damit ich nicht mehr durch das Bloghexenforum gehe, zig interessante Artikel anklicke, dann einen Haufen offene Tabs habe und von der Masse dann so überfordert bin, dass ich die dann erstmal nicht lese. Mit dem Tablet in der Hand auf dem Sessel ist das ein ganz anderes Leseerlebnis.
Und ich muss sagen, wenn ein Blogfeed direkt den ganzen Inhalt anbietet, lese ich den im Feedreader. Finde es aber auch nicht schlimm, wenn es nur einen Textauszug gibt, dann kann ich ja immer noch dem Link in meinen Browser folgen, so ein Aufwand ist das nicht.
Es gibt immer was neues zu lernen, ist das nicht schön?
Liebe Grüße
Angela
Liebe Angela,
ja, genau solche Rückmeldungen finde ich zum Thema RSS besonders spannend. 😊
Dass jemand beim direkten Öffnen eines RSS-Feeds zunächst einmal denkt, dort stünde „sehr viel verwirrendes Zeug“, kann ich gut nachvollziehen. Für Menschen, die RSS nicht kennen, sieht so ein Feed im Browser tatsächlich erst einmal ziemlich technisch aus. Genau deshalb finde ich die Möglichkeit, den Feed über RSSAtom direkt lesbar zu machen, so interessant. Das könnte für manche ein deutlich niedrigschwelligerer Einstieg sein.
Wenn du deinen Beitrag über deinen RSS-Feed um einen Hinweis auf RSSAtom ergänzen möchtest, würde mich das sehr freuen. 😊
Deine Erfahrung mit der Feedreader-App kann ich ebenfalls gut nachvollziehen. Gerade wenn man regelmäßig viele Blogs liest, kann schnell ein ziemliches Tab-Chaos entstehen. Ein Feedreader kann da schon eine Menge Ordnung hineinbringen. Und die Vorstellung, mit dem Tablet im Sessel zu sitzen und gemütlich die neuen Blogbeiträge zu lesen, klingt tatsächlich ziemlich angenehm.
Beim Thema Volltext oder Textauszug bin ich deiner Meinung: Beides hat seine Berechtigung. Ich persönlich mag die Textauszüge bei meinem Blog gerade deshalb, weil ich möchte, dass der eigentliche Besuch auf Lorenzos Welt stattfindet. Aber ich kann genauso gut verstehen, dass man im Feedreader lieber direkt den kompletten Beitrag liest. Wenn der Artikel interessant ist, ist der zusätzliche Klick zum Blog wirklich kein Beinbruch.
Und ja, es gibt immer etwas Neues zu lernen, was für mich auch einer der schönen Aspekte des Bloggens ist. Man schreibt einen Beitrag, bekommt Kommentare, probiert etwas Neues aus und beschäftigt sich plötzlich intensiver mit einem Thema, das man vorher vielleicht gar nicht so genau auf dem Schirm hatte. 😊
Liebe Grüße
Lorenzo
Hallo Angela,
genau diese Rückmeldung mit dem „verwirrenden Zeug“ finde ich interessant. Für jemanden, der RSS kennt, ist die XML-Ansicht völlig normal – für viele andere sieht das erst einmal ziemlich abschreckend aus.
Genau deshalb ist RSSAtom entstanden: Man kann auch einfach die normale Adresse einer Website eingeben und RSSAtom versucht, den passenden Feed automatisch zu finden und lesbar darzustellen.
Inzwischen gibt es außerdem „Meine Feeds“. Dort kann man interessante Feeds direkt im Browser speichern und später wieder aufrufen – ohne Benutzerkonto und ohne zusätzliche App. Das passt gerade ganz gut zu deinem Beispiel mit dem Feedreader auf dem Tablet. 🙂
Deinen deutschen und englischen Feed habe ich beim Testen übrigens auch schon entdeckt.
Viele Grüße
Thomas
Hallo ihr beiden,
ich finde, genau darin liegt die Stärke von RSSAtom: Menschen, die mit RSS bisher wenig anfangen konnten, können plötzlich das zunächst ziemlich kryptisch wirkende XML-„Kauderwelsch“ lesen. 😊
Angelas Beispiel mit den vielen offenen Tabs zeigt außerdem, dass es verschiedene Wege gibt, Blogs zu verfolgen. Die einen mögen den Feedreader, andere lesen lieber direkt im Blog und wieder andere freuen sich über eine unkomplizierte Zwischenlösung wie RSSAtom.
Dass man mit „Meine Feeds“ inzwischen sogar seine persönliche kleine Sammlung im Browser aufbauen kann, ohne Konto und ohne zusätzliche App, macht das Ganze noch praktischer.
Dass Thomas beim Testen sogar schon über Angelas deutschen und englischen Feed gestolpert ist, ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie sehr solche kleinen Blog- und RSS-Projekte miteinander verbunden sind. 🙂
Viele Grüße
Lorenzo
Hallo Lorenzo,
genau das war von Anfang an mein Gedanke bei RSSAtom: RSS auch für Menschen einfach zugänglich zu machen, die mit der reinen XML-Ansicht erst einmal wenig anfangen können.
Mit „Meine Feeds“ ist daraus inzwischen tatsächlich mehr geworden, als ich ursprünglich geplant hatte. Und das Beispiel mit Angelas beiden Feeds zeigt schön, dass man über RSS auch immer wieder neue Blogs entdecken kann. 😊
Danke dir fürs Testen und für deine Unterstützung!
Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
sehr gerne! 😊
Ich finde es schön, dass sich RSSAtom von einer zunächst eher technischen Lösung zu einem richtig niederschwelligen Angebot entwickelt hat. Gerade diese Mischung aus Einfachheit, dem fehlenden Benutzerkonto und inzwischen doch ziemlich praktischen Funktionen wie „Meine Feeds” gefällt mir.
Wenn dabei nebenbei noch neue Blogs entdeckt werden, ist das ein schöner Nebeneffekt. RSS als kleine Entdeckungsreise durch die Blogosphäre – das gefällt mir!
Ich teste jedenfalls gerne weiter. Irgendjemand muss ja schließlich das offizielle Testobjekt aus Alveslohe sein. 😄
Viele Grüße
Lorenzo
Hallo Lorenzo,
dann ist das jetzt wohl offiziell: Du bist das RSSAtom-Testobjekt aus Alveslohe. 😄
Aber im Ernst: Deine Rückmeldungen helfen mir wirklich weiter, gerade weil du RSS und Blogs schon lange nutzt und die Funktionen auch tatsächlich im Alltag ausprobierst.
Ich bin gespannt, was dir beim weiteren Testen noch auffällt. 😊
Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
na, dann nehme ich den offiziellen Titel doch gerne an: RSSAtom-Testobjekt aus Alveslohe. Das klingt fast schon nach einer wichtigen Funktion im Impressum. 😄
Aber im Ernst: Ich teste wirklich gerne weiter, gerade weil RSSAtom so unkompliziert ist und trotzdem immer mehr praktische Möglichkeiten bietet. Wenn meine Rückmeldungen dabei helfen, kleine Stolpersteine zu finden oder Funktionen weiterzuentwickeln, ist das doch eine prima Zusammenarbeit.
Ich halte also weiterhin die Augen offen. Das Testobjekt bleibt im Einsatz! 😉
Viele Grüße
Lorenzo
Hallo Lorenzo,
ich wollte mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich bei dir bedanken. 😊
Nicht nur für deine Unterstützung und deine Rückmeldungen zu RSSAtom, sondern vor allem für die Wertschätzung, die du meiner Arbeit entgegenbringst.
Das ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich, und gerade deshalb weiß ich das wirklich zu schätzen.
Es freut mich, dass aus einem einfachen Austausch inzwischen so eine schöne Zusammenarbeit geworden ist.
Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
sehr gerne! 😊 Und ich kann das Kompliment nur zurückgeben.
Ich finde es schön, wie sich das Ganze entwickelt hat. Angefangen hat es mit einem Austausch über RSS-Feeds, und inzwischen darf ich dein „RSSAtom-Testobjekt aus Alveslohe” sein. 😂
Aber im Ernst: Ich finde deine Arbeit an RSSAtom wirklich spannend und schätze vor allem, dass du auf Rückmeldungen eingehst, Dinge ausprobierst und Funktionen weiterentwickelst. Da macht es natürlich auch Spaß, selbst zu testen und dir meine Erfahrungen zurückzumelden.
Und ich finde es ebenfalls schön, dass daraus inzwischen eine kleine Zusammenarbeit entstanden ist. So stelle ich mir Vernetzung in der Blogosphäre vor. Man entdeckt etwas, tauscht sich aus, gibt sich gegenseitig Feedback und am Ende profitieren beide Seiten davon. 😊
Also: Danke auch dir für den tollen Austausch!
Viele Grüße
Lorenzo