Warum ich von Borlabs Cache zu WP Rocket gewechselt bin

Manchmal beginnt ein Plugin-Wechsel mit einer ganz unscheinbaren Frage. Bei mir war es gestern Morgen der RSS-Feed. Vor einer Woche hatte ich einen Blogbeitrag darüber geschrieben, warum ich bei meinem Blog im RSS-Feed lieber auf Textauszüge als auf komplette Beiträge setze. Dabei fiel mir auf, dass dieser Beitrag über meinen RSS-Feed überhaupt nicht gecacht wurde.

Also dachte ich mir: Da stimmt doch irgendetwas nicht. Da ich für das Caching auf Lorenzos Welt seit längerer Zeit Borlabs Cache eingesetzt hatte, fragte ich kurzerhand den Support, was ich hier machen könne. Die Antwort hat mich dann doch überrascht. Wobei ich zugeben muss: Ganz unerwartet kam sie für mich nicht.

Eine alte Schreibmaschine mit einem Blatt Papier, auf dem „WordPress” geschrieben steht.

Borlabs Cache ist nicht mit WordPress 6.9 oder höher kompatibel

Der Support hat mir mitgeteilt, dass Borlabs Cache nicht mit WordPress 6.9 oder höher kompatibel ist. Das Plugin wird außerdem schon seit längerer Zeit nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Die Entwickler konzentrieren sich inzwischen stärker auf Borlabs Cookie, das ich ebenfalls auf meinem Blog einsetze. Damit war eigentlich klar: Eine langfristige Lösung mit Borlabs Cache wird es für mich wahrscheinlich nicht geben.

Mit WordPress 6.9 wurde außerdem ein neues Buffer-System eingeführt. Nach einer ersten Prüfung durch Borlabs ermöglicht dieses kein Fragment-Caching mehr in der bisherigen Form. Borlabs Cache müsste also grundlegend überarbeitet werden. Und genau das scheint derzeit nicht geplant zu sein.

Eine alte WordPress-Version wollte ich nicht

Natürlich wäre es eine Alternative gewesen, bei einer älteren WordPress-Version zu bleiben. Aber das wollte ich nicht. Ich möchte meinen Blog aktuell halten und von Sicherheitsupdates sowie neuen Funktionen profitieren.

Nur um mein Caching-Plugin weiter nutzen zu können, auf einer alten WordPress-Version zu bleiben, wäre für mich keine sinnvolle Lösung gewesen. Der Support hatte deshalb auch gleich eine Empfehlung parat: WP Rocket.

WP Rocket kannte ich bereits

Das Schöne daran: WP Rocket war mir bereits bekannt. Ich hatte es bereits vor Borlabs Cache ausprobiert und war deshalb mit der grundlegenden Funktionsweise vertraut. Der Wechsel war dadurch erstaunlich unkompliziert.

Borlabs Cache hatte nicht nur das eigentliche Caching übernommen. Auch Lazy Loading (verzögertes Laden der Bilder) sowie die Optimierung von CSS- und JavaScript-Dateien liefen darüber. Ich musste deshalb darauf achten, dass mein neues Setup diese Aufgaben ebenfalls übernimmt.

Da ich WP Rocket aber bereits kannte, konnte ich relativ schnell ein vergleichbares Setup herstellen. Danach habe ich meinen Blog getestet und überprüft, ob alles weiterhin funktioniert. Und bisher sieht es gut aus.

Warum hatte ich mich überhaupt für Borlabs Cache entschieden?

Das ist eine interessante Frage. Borlabs Cache hatte für mich einige Vorteile. Zum einen hat das Plugin über einen längeren Zeitraum hinweg zuverlässig funktioniert. Zum anderen ist Borlabs ein deutsches Unternehmen. Und nicht nur das: Borlabs hat seinen Sitz in Hamburg. Als Hamburger finde ich das natürlich irgendwie sympathisch. 😉

Ich finde es schön, wenn Software nicht irgendwo auf der anderen Seite der Welt entwickelt wird, sondern ein Unternehmen aus Deutschland dahintersteht. Außerdem nutze ich mit Borlabs Cookie ein weiteres Produkt des Unternehmens. Deshalb hätte ich Borlabs Cache grundsätzlich gerne weitergenutzt.

Aber irgendwann muss man loslassen

So sympathisch ich den Standort und das Unternehmen auch finde: Letztlich muss ein Plugin zu meiner WordPress-Version passen. Wenn ein Plugin nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird und mit aktuellen WordPress-Versionen nicht mehr kompatibel ist, bringt mir auch die schönste Verbundenheit nichts.

Ich kann nicht dauerhaft eine alte WordPress-Version verwenden, nur weil ich ein bestimmtes Plugin nutzen möchte. Zumal Caching kein Bereich ist, bei dem ich gerne Kompromisse eingehe. Mein Blog soll schnell sein. Er soll stabil laufen. Und er soll mit aktuellen WordPress-Versionen funktionieren.

Warum also WP Rocket?

Die Entscheidung für WP Rocket war deshalb ziemlich naheliegend. Ich kenne das Plugin bereits. Es wird aktiv weiterentwickelt. Es unterstützt aktuelle WordPress-Versionen. Außerdem lassen sich damit die Funktionen abbilden, die ich bisher mit Borlabs Cache genutzt habe.

Hinzu kommt, dass ich kein komplett neues System kennenlernen musste. Für mich war der Wechsel deshalb weniger ein großer Neuanfang als vielmehr der Umstieg auf ein anderes Werkzeug für dieselbe Aufgabe.

Und was ist mit meinem RSS-Feed?

Das Lustige an der ganzen Geschichte ist, dass alles mit meinem RSS-Feed angefangen hat. Ursprünglich wollte ich nur wissen, warum ein bestimmter Beitrag nicht aus dem Cache ausgeliefert wurde. Am Ende stellte sich heraus, dass nicht meine Einstellung falsch war, sondern dass mein bisheriges Caching-Plugin schlicht nicht mehr mit meiner aktuellen WordPress-Version kompatibel ist.

Manchmal führen kleine Probleme eben zu größeren Veränderungen. 😉 Ob mein ursprüngliches RSS-Feed-Problem mit WP Rocket jetzt vollständig gelöst ist, werde ich in den nächsten Tagen beobachten. Aber unabhängig davon war der Wechsel für mich ohnehin längst überfällig.

Abschied von Borlabs Cache

Nach längerer Zeit verabschiede ich mich also von Borlabs Cache. Danke für die vergangenen Jahre und vor allem auch für den Support. Die Antwort auf meine Anfrage war zwar nicht unbedingt das, was ich hören wollte. Aber sie war ehrlich und hilfreich.

Anstatt mir irgendwelche Workarounds zu empfehlen oder mich zum Festhalten an einer alten WordPress-Version zu bewegen, hat man mir ziemlich klar gesagt, dass Borlabs Cache aktuell keine gute Lösung für WordPress 6.9 und höher ist. Das weiß ich zu schätzen. Vielleicht komme ich irgendwann wieder zurück. Wer weiß?

Willkommen zurück, WP Rocket

Aktuell heißt es jedoch: Borlabs Cache raus, WP Rocket rein. Da ich WP Rocket schon einmal kurz im Einsatz hatte, war der Wechsel gestern ziemlich entspannt. Genau so sollte ein Plug-in-Wechsel im Idealfall ablaufen. Kein Drama. Kein stundenlanges Gefrickel. Ein bisschen testen, ein bisschen konfigurieren – und weiter bloggen.

Damit passt der Wechsel zu dem, was ich in meinen letzten WordPress-Beiträgen geschrieben habe: Ich möchte ein System, das mir Freiheit gibt, aber nicht ständig im Weg steht. WordPress bleibt. Nur das Caching-Plugin wurde ausgetauscht. 😊

Grüße, Lorenzo

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