Ich bin sowohl Mitglied als auch Moderator im Bloggerforum „Bloghexen”. Wir haben uns letztes Jahr überlegt, einmal im Monat eine gemeinsame Aktion im Forum zu starten. Das heißt, wir suchen uns ein bestimmtes Thema und bloggen dann alle darüber. Mit dieser Aktion wollen wir erreichen, dass die Blogger-Community wieder größer und lebendiger wird. 😃 Sie heißt „Bloggerschnack”. Jeder kann mitmachen, auch Nichtmitglieder des Forums. Im Mai dreht sich alles um das Thema „Bloggerschnack im Mai 2026: Wie ich meinen Blog führe (Teil 2): Meine Blogroutine”.
Meine Blogroutine? Das ist ehrlich gesagt eine gute Frage. Denn so richtig klassisch ist sie vermutlich nicht.
Wie alles angefangen hat
Wie hier schon öfter geschrieben, verdanke ich es meiner Freundin Johanna, dass es diesen Blog überhaupt gibt. Sie war es, die mir damals den Vorschlag unterbreitete, einen eigenen Blog zu starten. Sie wusste einfach, dass ich viel zu erzählen habe.
Das war im September 2019 – und rückblickend war es eine wirklich gute Entscheidung. An dieser Stelle möchte ich mich deshalb noch einmal ganz herzlich bei ihr bedanken! 😊 Seitdem ist mein Blog mein Sprachrohr. 📣
Schreiben, was mich beschäftigt
Genau das macht mir bis heute so viel Spaß. Mein Blog gibt mir die Möglichkeit, über Dinge zu schreiben:
- die mich beschäftigen
- die mich ärgern
- oder die mir wichtig sind
Deshalb entstehen viele meiner Beiträge eher spontan. Ich lese oder sehe etwas, höre etwas im Radio oder erfahre durch meine politische Tätigkeit und meine Kontakte von bestimmten Themen – und plötzlich entsteht daraus ein Blogbeitrag.
Mal länger, mal kürzer. Je nachdem. Es gibt schließlich genug Dinge auf dieser Welt, über die es sich zu schreiben lohnt.
Geplante Beiträge sind eher die Ausnahme
Natürlich gibt es auch Beiträge, die mehr Planung brauchen.
Zum Beispiel:
- Interviews
- oder Blogger-Aktionen wie dieser Bloggerschnack
Wenn ich Interviews führe, beispielsweise mit Sabine von Bassewitz oder Emma Weiß, muss natürlich längerfristig geplant werden. Es müssen Fragen überlegt, Termine abgestimmt, Antworten vorbereitet und alles entsprechend organisiert werden.
Aber abgesehen davon läuft bei mir vieles spontan und aus dem Moment heraus. Und genau das passt eigentlich auch ziemlich gut zu mir.
Themen, die mir besonders wichtig sind
Unabhängig von spontanen Ideen gibt es Themen, die auf meinem Blog immer einen festen Platz haben werden.
Dazu gehören vor allem:
- Teilhabe
- Inklusion
- die Rechte von Menschen mit Behinderungen
- mehr Selbstbestimmung
- und Klimaschutz
Darüber werde ich auch weiterhin schreiben. Gerade jetzt, wo vieles infrage gestellt oder schlechtgeredet wird, ist das wichtiger denn je.
Denn Menschen mit Behinderungen sind weder hilfsbedürftig noch dumm oder eine Belastung für die Gesellschaft. Das sind schlicht falsche Behauptungen, wie man sie leider immer wieder gegenüber Minderheiten hört. 🙄
Teilhabe und Inklusion sind keine Luxusthemen. Sie gehören zu einer gerechten Gesellschaft einfach dazu.
„Der Blog über die Dinge der Welt“
Aus genau diesen Gründen trägt mein Blog den zweiten Namen „Der Blog über die Dinge der Welt“.
Denn ich möchte mich nicht auf ein einziges Thema festlegen. Mich interessieren viele Dinge: Politik, Gesellschaft, Alltag, Barrierefreiheit, Umwelt, persönliche Gedanken und vieles mehr. All das darf hier seinen Platz haben.
Schreiben als Berufung
In den letzten Jahren ist das Schreiben für mich zu einer echten Berufung geworden. 🖋️ Und ich merke auch, dass mich das viele Schreiben verändert hat – im positiven Sinne.
Ich habe gelernt, besser auf den Punkt zu kommen. Gedanken klarer zu formulieren. Dinge verständlicher auszudrücken. Das hätte ich früher selbst nicht gedacht.
Auch meine Formulierungen und Grammatik werden immer routinierter, wobei ich mir oft von der KI helfen lasse. Aber nicht, um mir komplette Inhalte „abnehmen“ zu lassen.
Außerdem lerne ich dabei. Für mich ist KI nur ein Werkzeug, das mich unterstützt. Die Inhalte, Gedanken und Perspektiven stammen jedoch immer von mir.
Mein Fazit zum Bloggerschnack im Mai
Meine Blogroutine besteht im Wesentlichen daraus, offen durchs Leben zu gehen und aufmerksam zu bleiben.
Ich brauche weder einen festen Redaktionsplan noch komplizierte Abläufe. Viele Beiträge entstehen einfach aus dem Moment heraus, beispielsweise aus Gedanken, Gesprächen oder Themen, die mich gerade beschäftigen.
Und genau das macht meinen Blog für mich so besonders. Er ist kein Projekt, das perfekt funktionieren muss. Er ist ein Teil von mir geworden. 🙂
Blogbeiträge anderer Blogger:innen
Hier findest du Links zu Blogbeiträgen von anderen Blogger:innen, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen:
- „Bloggerschnack Mai 2026: Wie ich meinen Blog führe (Teil 2): Meine Blogroutine“ von Amberlight
- „Blogführung (2): Routine – welche Routine?“ von wjar
- „Bloggerschnack im Mai 2026: Wie ich meinen Blog führe (Teil 2)“ von Sari
- „Wie ich meinen Blog führe (Teil 2): Routinen beim Bloggen“ von Herrn Tommi
- „Sind Blogroutinen unverzichtbar? Und welche habe ich denn?“ von Daira
- „Wie ich meinen Blog führe (Teil 2): Meine Blogroutine“ von Sabrina
Grüße, Lorenzo
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Lieber Lorenzo, ich erkenne mich in vielem wieder! Bei mir gibt es einen festen Anker, meinen Wochenrückblick, aber daneben entstehen viele Beiträge auch einfach aus dem Moment heraus, wenn mich etwas packt oder beschäftigt. Einen strikten Redaktionsplan könnte ich mir für mich auch nicht vorstellen. Schön, dass du deinen Blog so sehr als Teil von dir empfindest. Das merkt man beim Lesen!
Liebe Jana,
das freut mich wirklich sehr. 😊 Danke dir für deine lieben Worte.
Ich glaube, genau dieses Schreiben „aus dem Moment heraus“ ist es, das viele Blogs so persönlich und lebendig macht. Ein fester Anker wie dein Wochenrückblick ist trotzdem eine schöne Sache – so etwas mag ich beim Lesen auch immer sehr gern.
Ein zu strenger Redaktionsplan würde allerdings auch nicht zu mir passen. 😅 Dafür entstehen viele meiner Beiträge einfach zu spontan.
Dass man merkt, wie sehr mir mein Blog am Herzen liegt, bedeutet mir wirklich viel. 💛
Liebe Grüße
Lorenzo
Lieber Lorenzo, dein Post ist sehr interessant, gerade für mich als Neuling. Bei mir ist Spontanität und die Magie des Neuen im Moment so stark vorhanden, dass ich am liebsten jeden Tag einen neuen Post verfassen wollen würde. Gut zu wissen, wie dein Schreiben sich und dich verändert hat. Darauf hoffe ich auch bei mir. Das Leben passiert täglich neu und es gibt immer etwas zu schreiben.
Liebe Grüße
Marmeladi
Liebe Marmeladi,
vielen Dank für deinen lieben Kommentar. 😊
Diese Anfangseuphorie und die „Magie des Neuen“ kann ich sehr gut nachvollziehen. Gerade am Anfang sprudeln die Ideen oft nur so heraus, und das ist doch eigentlich etwas Schönes.
Und ja, das Schreiben verändert einen tatsächlich ein bisschen. Zumindest war es bei mir so. Mit der Zeit wird man sicherer, findet seinen eigenen Stil und lernt, Gedanken besser auf den Punkt zu bringen.
Und du hast absolut recht: Das Leben passiert jeden Tag neu, und es gibt eigentlich immer Stoff zum Schreiben. 😊
Liebe Grüße
Lorenzo
Vielseitig sein ist schon eine wichtige Zutat. Zwar gibt es bei jedem Hauptthemen, aber wenn Platz und Kraft dafür da ist, darf man auch mal über den Tellerand blicken.
Hallo Gerhard,
da stimme ich dir absolut zu. 😊
Ein paar Hauptthemen hat wahrscheinlich fast jeder Blog, aber gerade der Blick über den Tellerrand macht das Bloggen oft erst richtig spannend.
Und wenn man offen für unterschiedliche Themen bleibt, entdeckt man manchmal auch ganz neue Perspektiven oder Interessen. Genau das mag ich am Bloggen so.
Liebe Grüße
Lorenzo
Noch etwas ist mir eingefallen: Hat man nur 2,3 Hauptthemen, verliert man leicht den Blick darauf, die Sicht von Laien in diesen Themen einzunehmen. Bin ich Vollblutphysiker, kann ich mir umso weniger vorstellen, wie ein Laie tickt.
Sind meine Interessen weit gestreut, komme ich vermutlich eher dazu, mich auf etwa gleicher Ebene zu bewegen.
Inklusion ist für mich noch nicht „ein reichlich gedeckter Tisch“, ich würde nur Anfängerkommentare loslassen können. Sprichst du aber auch mal über andere Themen, kann eine Begegnung eher stattfinden und so auch den Mut erzeugen, in einem deiner Hauptthemen mitzureden.
Ich hatte auch mal auf meinem Blog eine Serie begonnen, die Menschen vorstellte, die ziemlich disparate Hobbys aufweisen:
zb einen erfolgreichen Schriftsteller, der zugleich Radrennfahrer und Schachspieler ist und war.
Hallo Gerhard,
das ist ein wirklich interessanter Gedanke! 😊 Und ich glaube, da ist viel Wahres dran. Wenn man sich nur noch innerhalb eines einzigen Themenbereichs bewegt, verliert man tatsächlich manchmal den Blick dafür, wie Menschen „von außen“ auf das Thema schauen.
Gerade deshalb finde ich es wichtig, auch über unterschiedliche Dinge zu schreiben. Das schafft oft niedrigere Einstiegshürden und vielleicht auch eher den Mut, sich später bei komplexeren oder persönlicheren Themen einzubringen.
Und genau solche Begegnungen mag ich am Bloggen sehr.
Deine Serie klingt übrigens auch spannend. 🙂 Ich finde Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Facetten immer besonders interessant, weil sie zeigen, dass niemand nur aus einem einzigen Thema besteht.
Liebe Grüße
Lorenzo
Die Mischung macht’s und ich mag deine Mischung aus spontan und organisiert. Besonders deine Interviews sind immer wieder herrlich zu lesen wie viel Liebe und Energie Du da rein Steckst. Weiter so! LG Edeline
Liebe Edeline,
vielen Dank für deine lieben Worte. 😊 Das freut mich wirklich sehr.
Ja, ich glaube auch, dass diese Mischung aus Spontaneität und ein wenig Organisation ganz gut zu mir passt. In die Interviews stecke ich immer viel Zeit, Energie und Herzblut – umso schöner ist es natürlich, wenn das auch so wahrgenommen wird.
Danke dir! 💛
Liebe Grüße
Lorenzo