Die Christopher Street Day-Demo

Regenbogenfahne
Regenbogenfahne

Die große Christopher Street Day-Demo am Wochenende in Berlin fand ich klasse. Andere sexuelle Orientierung außer Heterosexualität ist keine Krankheit oder Bäh. Manchmal lieben Männer eben Männer, Frauen Frauen oder manche mögen eben das weibliche, männliche oder dritte Geschlecht. Oder einige Männer wollen manchmal Frau sein, Frauen öfters Männer oder ein paar sind transgeschlechtlich. Na und? Geht davon etwa die Welt unter? 🙄 Ich sage Nein!

Es kommt auf den Menschen an wie er ist und nicht auf seine sexuelle Orientierung oder nicht? Manche wollen es einfach nicht kapieren. Und das macht mich richtig sauer! 😡 Deshalb gibt es die Christopher Street Day-Demo um die Anerkennung anderer Sexualität und um Rechte zu kämpfen. Leider müssen wir immer noch darum kämpfen, weil es dumme Menschen oder sogar noch Verbote gibt. Zum Beispiel: Als Pastor*in oder Religionslehrer*in darf man nicht weiter arbeiten, wenn man seine Homosexualität öffentlich macht. Die herrschende Einstellung in der Kirche besagt, dass es so etwas durchaus gibt, aber gleichzeitig ist es für die Kirche bäh ist und ansteckend. Homosexuelle Pastor*innen und Lehrer*innen könnten ja die Menschen im Gottesdienst bzw. die Schüler*innen im Religionsunterricht zur Homosexualität verführen. Wo leben wir eigentlich, wo es dieses Denken noch gibt, wie der Fall mit einem unterirdischen homophoben Banner beim HSV-Heimspiel von ein paar Vollkonks vorgestern gegen Hansa Rockstock zeigte, mit dem die Rockstocker Fans übelst beleidigt wurden. Und das in Deutschland. Absolut übel! 🙁

Deswegen ist die Christopher Street Day-Demo weiterhin so wichtig und toll! Ich konnte leider nicht hin, aber ich unterstütze diese Community ganz klar – auch als Mensch, Behinderter und Politiker. Viele Behinderte haben es noch schwieriger, ihre Sexualität auszuleben. Egal, welche sexuelle Orientierung sie haben. Aber dafür kämpfe ich auch. Jeder Mensch sollte ja schließlich das Recht haben, seine Sexualität so auszuleben wie er es braucht.

Mein HSV hat sich übrigens natürlich vom widerlichen Banner klar distanziert und das musste auch sein. Ansonsten hätte ich protestiert und meine Mitgliedsschaft gekündigt. So ein Banner geht gar nicht wie andere Diskriminierungen auch nicht!

Lorenzo

PS: Die Christopher Street Day-Demo in Hamburg findet im Übrigen am 6. August 2022 um 12 Uhr statt. Hoffentlich kommen dort auch viele hin wie in Berlin.

2 Kommentare

  1. Da bin ich absolut Deiner Meinung, Lorenzo. Diese ewig Gestrigen sind manchmal nicht auszuhalten. Den Kirchen laufen die Mitglieder weg. Wen wunderts? Verteufeln alles, was nicht in ihr heiliges Schema passt versuchen ihre eigenen, wirklich schlimmen Sünden zu vertuschen.
    Was die Vollkonks betrifft, die sollten für die nächsten 10 Jahre von den Tribünen der Fussballstadions verbannt werden.
    Amen!

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