Familienfotos in der Nextcloud? Eine spannende Frage

Vor einigen Tagen erhielt ich einen Kommentar von Kathleen unter meinem Blog. Sie schrieb, dass sie bei ihrer Suche nach Informationen und Erfahrungen rund um Nextcloud auf meinen Blog gestoßen sei. Dabei stellte sie eine Frage, die vermutlich viele Menschen beschäftigt:

„Kann man mit Nextcloud ein gemeinsames Familienfotoarchiv für mehrere Nutzer:innen auf unterschiedlichen Geräten aufbauen?”

Da solche Fragen in den Kommentaren älterer Beiträge leider schnell untergehen, möchte ich sie hier einmal aufgreifen.

Wolke

Das Problem kennen wahrscheinlich viele

Im Laufe der Jahre sammeln sich unzählige Fotos an. Auf Smartphones, Tablets, Computern und externen Festplatten. Manche Bilder liegen bei den Eltern, andere bei den Kindern oder Geschwistern. Einige Fotos sind vielleicht sogar mehrfach vorhanden, andere verschwinden irgendwann in den Tiefen einer Festplatte.

Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umschaue, scheint das eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Irgendwann kommt dann der Wunsch auf, alle Fotos an einem Ort zusammenzuführen.

Nextcloud klingt zunächst nach einer guten Lösung

Auf den ersten Blick bietet Nextcloud alles, was man für ein gemeinsames Fotoarchiv benötigt:

  • Zentraler Speicherort für alle Fotos
  • Zugriff von unterschiedlichen Geräten und Betriebssystemen
  • Freigaben für Familienmitglieder
  • Automatischer Upload von Smartphone-Fotos
  • Gemeinsame Ordner
  • Datenschutzfreundliche Speicherung

Insbesondere der automatische Upload könnte dabei helfen, neue Bilder direkt in das gemeinsame Archiv zu übertragen.

Eigene Erfahrungen habe ich damit noch nicht

An dieser Stelle muss ich ehrlich sein: Ich selbst nutze meine Nextcloud derzeit hauptsächlich für Dateien, Kontakte und Kalender sowie inzwischen auch für meine Passwortdatenbank. Als gemeinsames Familienfotoarchiv habe ich sie bisher noch nicht genutzt.

Dementsprechend kann ich aus eigener Erfahrung noch keine Aussage darüber treffen, wie gut sich eine umfangreiche Fotosammlung mit mehreren Nutzer:innen langfristig verwalten lässt.

Trotzdem finde ich die Idee spannend

Je länger ich darüber nachdenke, desto interessanter wird dieser Anwendungsfall, auch wenn er für meine Eltern und mich nicht so relevant ist. Im Gegensatz zu vielen großen Cloud-Anbietern behält man bei Nextcloud deutlich mehr Kontrolle darüber, wo die Daten liegen und wer darauf zugreifen kann. Gleichzeitig können Familienmitglieder ihre Bilder von verschiedenen Geräten aus hochladen und ansehen.

Natürlich ersetzt auch die beste Cloud kein Backup. Wer wertvolle Familienfotos archiviert, sollte immer mindestens eine zusätzliche Sicherung haben. Festplatten können ausfallen, Server können Probleme haben und Fehler passieren leider überall.

Vielleicht hat die Community Erfahrungen?

Deshalb möchte ich Kathleen’s Frage gerne an dich weitergeben:

„Nutzt jemand von euch Nextcloud als gemeinsames Familienfotoarchiv?”

Wie organisiert ihr eure Fotos?

Welche Erfahrungen habt ihr mit mehreren Nutzer:innen gemacht?

Und würdet ihr Nextcloud für diesen Einsatzzweck empfehlen?

Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren. Vielleicht entsteht daraus eine spannende Sammlung von Ideen, von der viele Leser:innen profitieren können.

Grüße, Lorenzo

PS: Du darfst diesen Blogbeitrag hier mit den nachfolgenden Buttons gerne teilen:

2 Kommentare

  1. Natürlich geht das, Nextcloud ist dazu geradezu prädestiniert. Du kannst Bereiche sozusagen abtrennen und öffentlich oder für eine bestimmte Gruppe zur Verfügung stellen. Nextcloud erlaubt die Einstellungen, teilen, Bearbeiten oder Nur ansehen. Weiterer Vorteil: Datenschutztechnisch ist Nextcloud, selbst gehostet, auch noch ziemlich sicher. Die einzelnen Schritte dazu weiß ich nicht mehr, lässt sich aber leicht im Backend von Nextcloud herausfinden. Schwer ist es jedenfalls nicht. Gruß aus dem Sauerland

    1. Hallo Peter,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die zusätzlichen Informationen! 😊

      Genau solche Praxiserfahrungen hatte ich mir mit dem Blogbeitrag erhofft. Wie ich im Artikel geschrieben habe, nutze ich meine Nextcloud bisher hauptsächlich für Dateien, Kontakte, Kalender und Passwörter. Ein gemeinsames Familienfotoarchiv habe ich selbst noch nicht ausprobiert.

      Es ist deshalb schön zu lesen, dass Nextcloud dafür offenbar sehr gut geeignet ist. Die Möglichkeit, Ordner und Bereiche gezielt mit einzelnen Personen oder Gruppen zu teilen, klingt auf jeden Fall sehr praktisch.

      Und beim Thema Datenschutz bin ich ganz deiner Meinung. Gerade deshalb bin ich ja überhaupt erst von iCloud zu meiner eigenen „Wolke“ gewechselt. 😊

      Viele Grüße ins Sauerland!

      Lorenzo

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